Das Bodyboarden schlummert in vielen Ländern zweifellos noch immer einen tiefen Dornröschenschlaf. Während die meisten Menschen vom Wellenreiten zumindest eine vage Idee haben, so ruft das Bodyboarden bei vielen noch eher ein ratloses Stirnrunzeln hervor.
Dem geringen Bekanntheitsgrad in solchen Ländern stehen jedoch Länder wie Brasilien, Portugal oder die Kanaren gegenüber, wo die Bodyboarder zahlenmäßig längst mit den Wellenreitern gleichgezogen haben.
Wer einmal einen guten Bodyboarder in größeren Wellen zugeschaut hat, den lässt dieses Bild nicht mehr los. Die Drehungen, Loops und Rollen, bei denen der Bodyboarder oft weit über den Kamm der Welle "ausgespuckt" wird, erscheinen spektakulärer als viele Surfmanöver, und die kleinen wendigen Boards ermöglichen dieses selbst noch in halsbrecherischen Shorebreaks.
Bodyboarden ist leichter zu erlernen als Wellenreiten und so kommen vor allem Leute auf ihre Kosten, die nur wenige Wochen im Jahr Zeit haben und denen das Erlernen von komplizierten Bewegungsabläufen zu langwierig und frustrierend erscheint. Das Bild von Kindern, die mit ihren Boards im Weißwasser planschen und von Bodyboard-Guru Mike Steward und seinen atemberaubenden Manövern sind die zwei Extreme einer Skala, die beim Bodyboarden jede Zwischenstufe zulässt.
Text: Saskia Glasmann







