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Taghazoute

Karte Wellenreiten TaghazouteIn den Wintermonaten ist Taghazoute (Tarasud gesprochen) DER Ort für Wellenreiter in Marokko. Er bietet auf nur wenigen Kilometern Küstenabschnitt idealste Bedingungen zum Surfen. Killers, La Source und Anchorpoint zählen zu den Top Surfspots in Marokko und die Beachbreaks südlich von Taghazoute bieten ideale Bedingungen für Anfänger.

Von der Ortsmitte läuft man nach Killers etwa eine halbe Stunde, nach Anker etwa 20 min. und in die andere Richtung nach Devils Rock und Banana Beach etwas über eine Stunde.

In Taghazoute gibt es einige Zimmer oder Apartments, von genial bis völlig fertig, alles eine Frage des Geldes. Schaut Euch also besser mehr als nur eine Unterkunft an, denn die Qualität und Sauberkeit der Unterkünfte variiert sehr stark. Im Hotel Atlantique haben wir gute Erfahrungen in Punkto Sicherheit gemacht.

Die Restaurants im Ort haben sich mittlerweile voll auf die Surfer eingestellt. Das Essen ist günstig und im Vergleich zu anderen Orten auch sehr lecker. Besonders beliebt ist das "Florida", hier kann man nicht nur gut essen, sondern bei Wellenarmut auch mit frischen Minzetee die ganz spezielle Atmosphäre von Taghazoute genießen und mit anderen Surfern plaudern. Im Panoramas, wo man direkt am Wasser sitzt, ist besonders die Calamar-Tangine zu empfehlen und zum Chillen ist das "Afters" gut geeignet.

Taghzoute hat einen kleinen Surf Shop mit dem nötigsten Surfstuff. Wer sein Board zerlegt hat, kann dieses günstig bei "Free Surf" reparieren lassen.

Einkaufen kann man eigentlich alles vor Ort (außer Bier), das Meiste nur unwesentlich teurer als in Agadir. Für richtige Großeinkäufe fährt man zum Supermarkt nach Agadir, hier gibt es auch alles an alkoholischen Getränken und sonstigen westlichen Produkten zu europäischen Preisen. Reinigungsbedürftige Klamotten kann man bei dem "Waschsalon" neben der öffentlichen Telefonstube für kleines Geld waschen lassen. Das Internet Café in Taghazoute ist recht praktisch, stellt einen aber vor eine harte Geduldsprobe. E-Mails und Wetter checken dauert so lange, wie eine komplette Surfsession. Schneller geht es in den Cybernet-Cafés in Agadir, unweit des "Uniprix" am Boulevard Hassan II und an der Rue du 29 Fevrièr.

Die Locals von Taghazoute haben sich auf die Surfer und deren Mentalität eingestellt. Sie sind daher auch wesentlich entspannter als die Marokkaner in den Tourihochburgen, wie z.B. Agadir. In Taghazoute ist es kein Problem sich auch mal mit den Leuten zu unterhalten, ohne gleich in deren Geschäft hineingezogen zu werden. Seid Ihr den Leuten offen gegenüber, könnt Ihr sehr viele positive Dinge erleben.

Killers, nach den gelegentlich auftauchenden Killerwalen (Orcas) benannt. Diese ziehen gelegentlich aus Süden kommend meist zur Mittagszeit hier vorbei. Eigentlich sollen sie für den Menschen keine Gefahr darstellen. Aber was 7 m lang ist und Eisbären jagt, sollte lieber nicht geärgert werden. Killers hat den Namen aber auch für die Welle verdient. Sie kann ultralang, hollow und schnell werden, dann aber auch sehr schnell sehr voll. Allerdings verschiebt sich die Peak häufig, so dass sich die Surfer ganz gut verteilen. Am besten läuft die Welle bei auflaufendem Wasser. An fetten Tagen sind die Freak-Sets etwas unangenehm, da kann Euch ein Set mal eben die 600 m vom Point nach unten waschen - holt vorher genug Luft! Und lasst Euch bei Hochwasser nicht in die Höhlen waschen. Und jeder Wipe-out heißt hier in der Regel Bodenkontakt. Wenn Ihr Glück habt, dann ist es Sand, aber im Winter wird dieser meist weggewaschen. Bei kleinem Swell macht sich niemand die Mühe, zum Point zu paddeln (zu weit)!

La Source - Eine sehr nette Wellen, klein, fein und läuft fast immer, man muss kaum paddeln und kriegt auch ab und zu mal eine entspannte Tube. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Haben sich die 25 Leute am Point auch gedacht! Wäre ich nur vor 20 Jahren hier gewesen! Am besten ist es bei Hochwasser.

Mystery - Eine schöne lange Rechte mit einem unangenehmen Felsen am Take-off. Sie läuft nicht so gut und so oft wie La Source (80 m nördlich) und ist darum auch nicht so voll. Die Linke ist auch gut surfbar, wenn sie läuft. Am besten ist es bei auflaufendem Wasser.

Ankerpoint - Nach der angeblichen Schiffsankerfabrik benannt, tatsächlich aber sind die Ruinen am Ankerpoint ein ehemals kleines Dorf rund um eine Sardinenfang- und Verarbeitungsstation, die aber seit den 40ziger Jahren nicht mehr im Betrieb ist und zerfällt ("angeblich soll hier auch der Teufelwohnen?!"). Es gibt aber noch eine Art Hausmeister, der hier aufpasst. Innen gibt es eine schöne erhaltene alte Kapelle, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist, aber vorher unbedingt mit dem Hausmeister sprechen. Aber im Wesentlichen ist Ankerpoint natürlich die bekannteste Welle von Marokko. Sie benötigt einen fetten Swell damit ihr Zauber beginnt. Die Welle bricht als ein sehr langer rechter Pointbreak über Felsen. Man sollte schon etwas mehr Erfahrung mitbringen. Das Ein- und Aussteigen braucht gutes Timing und einiges an Geduld (und Glück). Es wird natürlich voll, wenn sie läuft. Auch wenn die Länge von um die 400 Meter cool klingt, so gibt es doch den eigentlichen Thrill beim Take-off. Auch wenn sie nicht dicht macht, so sieht sie immer ständig danach aus. Der untere Teil ist eine Heavy-Cutback-Section, noch weiter unten wird sie dann wieder schneller. Der Einstieg ist irgendwo entlang der Felsen und das mit der Bucht im Norden vergesst mal lieber schnell. Der Ausstieg zu Hochwasser ist am besten in der kleinen 10 m breiten Bucht am Ende der Felsen. Bei Niedrigwasser ist es Ort für den Ein- und Austieg sekundär, Ihr braucht nur ein gutes Timing. Wenn es fett wird (5 m+), wird auch die Strömung gigantisch und der Ausstieg verlagert sich nach Taghazoute.

Spoofys - Kleine Bucht in Taghazoute, die gute Wellen haben kann, wenn der Sand nicht herausgespült wurde; wenn es größer wird, ist "Outside-Spoofys" gleich Hash Point.

Hash Point,  so genannt, weil hier die Leute surfen, die zu bekifft sind, um noch nach La Source zu laufen. Wenn es klein ist, kann es perfekt sein, je größer, desto häufiger sind die Wellen dann close-out. Da der Spot mitten in Taghazoute liegt, wird er immer sehr voll und die Wasserqualität geht eher in Richtung bedenklich, weil das halbe Dorf seinen Müll im Meer verklappt. Hat man Glück, surft man über Sand, sonst über eine flache Riffplatte, ohne herausschauende Felsen.

Panoramas, nach dem gleichnamigen Restaurant, das allerdings nur noch die halbe Aussicht bietet, da man ganz nach maroccan Style ein fettes Haus in das Sichtfenster auf Ankerpoint gebastelt hat. Die Welle bricht über Sand, hat eine stark wandernde Peak und die unglaubliche Fähigkeit auch noch 4m+ zu halten. Bei satter Größe verbindet sie sich mit Hashpoint, sonst ist es eher eine Welle für Anfänger. Der Einstieg direkt vor dem Restaurant ist unproblematisch.

Taghazoute-Beach - Südlich von Taghazoute erstreckt sich ein 3 Kilometer langer Sandstrand mit diversen, nicht definierten und ungesurften Peaks, also ideal für den absoluten Anfänger.

Imourane bzw. Devils Rock, anfängertauglich und trotzdem eine sehr schöne Welle über Sand, mit einem nettem Café am Strand und fetten Blow-Holes in den Felsen. Ihr findet hier sehr lange Rechte und kurze Linke. Der Spot hält allerdings keinen großen Swell und ist immer etwas größer als Taghazoute. Am besten ist es bei auflaufendem Wasser.

Banana-Beach, am Ende des ausgetrocknetem Flussbetts, ist ein bei Anfängern sehr beliebter Spot über Sand und Steine. In der Take-off-Zone befindet sich eine flache Riffplatte. Es ist eine schöne Longboarder-Welle. Sie läuft am schönsten bei ablaufendem Wasser.

Bilder zum Thema: Links zum Thema:

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