
- Foto: Sven Meyer
Man wird wohl kaum ein Land auf der Welt finden, in dem ein so großer Anteil der Bevölkerung surft wie in Australien. Surfen ist, neben Rugby, Volkssport und es ist nicht ungewöhnlich, in der Mittagspause aus dem Büro in die Wellen zu springen.
Australien hat eine ganze Reihe ausgezeichneter Spots und das ganze Jahr über gute Wellen. Generell sind alle Gegenden Australiens, die außerhalb der Tropen liegen surfbar; das schließt auch Tasmanien mit ein. Das obere Drittel Australiens ist zum Surfen nicht geeignet. Die nördliche Ostküste wird vom Great Barrier Reef abgeschirmt, so dass es nur an sehr wenigen Stellen und bei besonderen Wetterverhältnissen genügend Wellen zum Surfen gibt. Die alljährliche Invasion von sogenannten Box Jellyfishes, einer giftigen Quallenart, führt zudem zur Schließung der meisten tropischen Strände. Es ist nicht ratsam, im australischen Sommer nördlich von Rockhampton surfen zu gehen, da die Berührung mit diesen Tieren tödlich sein kann. Obwohl es auch im Norden einige Spots gibt, ist man im Allgemeinen in den südlichen 2/3 des Landes besser beraten. Die Süd-, Ost-, und Westküste bekommt das ganze Jahr über sehr viele Swells ab. Längere Perioden ohne Wellen sind hier die Ausnahme.
Die Wassertemperatur ist (mit Ausnahme der Tasmaniens) für Europäer sehr angenehm. Die australischen Surfer sind (wie eigentlich alle Australier) meistens sehr entspannt. Da es allerdings aufgrund der Massen an Surfern im Wasser mitunter sehr voll werden kann, ist unbedingt auf korrektes Verhalten zu achten.
Text: Lasse Wolfarth






