
Charakteristisch für die spanische Landschaft ist ihre Vielfalt von saftig grünen Regionen bis zu wüstenartigen Gebieten: die Pyrenäen, die im Norden Spanien von Frankreich trennen und mit einer Höhe bis zu 3.404 vielerorts auch Wintersport ermöglichen; im Süden die Sierra Nevada mit 3.481 m das höchste Gebirge auf dem spanischen Festland, auch ein bekanntes Wintersportgebiet; die bergige Nordküste Spaniens als die kälteste, regenreichste, aber auch grünste Region des Landes; das kahle, steppenartige spanische Hochland (600-900 m), das durch die Berge im Norden von regenreichen Wolken verschont bleibt; und natürlich die Kanaren, die durch ihre geographische Lage und Höhenunterschiede auf kleinstem Raum unterschiedliche Mikroklimate entstehen ließen.
Zum Surfen bieten die spanischen Küsten das ganze Jahr über exzellente Bedingungen. Auf dem spanischen Festland sind die besten Wellen in Nordspanien zu finden. Im Vergleich zu den übrigen Regionen des Landes ist es hier aber nicht nur kühler, sondern auch bergiger und regnerischer. Die meisten Spots in den vier nordspanischen Regionen (Baskenland, Kantabrien, Asturien, Glaicien) sind Beachbreaks, aber auch viele Reefbreaks warten mit sehr guten Wellen auf. Die besten Wellen in Südspanien hat die Costa de la Luz. Die Wellen sind hier über das Jahr gesehen zwar nicht so konstant, aber im Winter kann man bei noch angenehmen Temperaturen und mit einem 3.2er Anzug geniale Surfsessions haben. Und auch am Mittelmeer sieht man mitunter Surfer oder Bodyboarder im Wasser, aber die Wellen - wenn man welche hat - sind hier längst nicht so kraftvoll wie am Atlantik. Und insbesondere im Winter zählen natürlich die Kanaren zur einer der besten europäischen Surfdestination.
Text: Stefan Strauss