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beachleyFakt ist, trotz alledem haben sie es geschafft! Der erste handfeste Beweis für das Frauensurfen entstand bereits 1873, als der Maler Riou in Frankreich eine surfende Frau darstellte! Schon als Duke das Surfen überhaupt nach Australien brachte, surfte er 1915 in Manly (Sydney) Tandem mit der Australierin Isobel Letham und das bei einem satten 6ft-Swell!! Dorothy Becker vertrat uns 1915 in Santa Cruz - Californien. In den 50ern machte sich Rosemarie Reimers-Rice einen Namen. Die 60er brachten Joyce Hoffmann hervor, wohl die Surferin ihrer Generation, sie gewann 3 Weltmeistertitel. Sie war die erste Frau, die Pipeline surfte und in Magazinen abgebildet wurde. Und so gab es immer mehr und mehr "Pionierinnen", die kräftig rippten und sich in Wettkämpfen behaupteten. In den 70ern wurde Margo Oberg der erste weibliche Shortboardchamp, die sogar Joyce Hoffmann schlug, Margo war die nächsten 10 Jahre an der Spitze. Die 80er zeigten, wie integriert die Frauen im Surfsport dann doch schon waren, sie erhielten weder Sponsoren-Verträge noch finanzielle Unterstützung irgendeiner Art bei Wettkämpfen. So gab es nur wenige, die die Fahne hochhielten und auf der professionellen Schiene blieben, wie Wendy Botha, Pam Burridge oder Kim Mearig.

Erst einige Jahre später kamen die Mädels wieder so richtig groß raus, nicht zuletzt durch Lisa Anderson. Ihr Traum war es schon als kleines Mädchen, als Surferin ganz nach oben zu kommen, und so schlitzte sie kräftig und gewann ihren ersten Titel. Der Stellenwert des Frauensurfens stieg stark an und eine Welle neuer surfwütiger Frauen wurde geboren.

Inzwischen hat sich der Geschlechterkampf im Wasser ziemlich beruhigt, zumindest müssen wir uns nur noch selten dumme Sprüche anhören. Generell gesehen, gibt es allerdings viel zu wenige surfende Frauen, etwa eine pro 10 Männern. (dafür hat man dann allerdings im Wasser eine gute Quote!!)

Im Laufe der letzten 10 Jahre haben sich sogar richtige Girl-Surfmagazine entwickelt, wie ‚Surfgirl' von ‚Waves' (Australien) das monatlich erscheint, oder ‚Surfing Girl' von ‚Surfing' (USA), welches alle 3 Monate erscheint (da ist dann auch Werbung drin, die nicht nur auf dicke Tüten Wert legt).

Surffirmen entwickeln Girl-Marken wie z.B. ‚Roxy' von ‚Quiksilver' oder ‚Ripcurlgirl'. Auf meinem Lieblingsvideo ‚Peaches' könnt ihr sehen, wie all die Mädels auf der Pro-Tour am schlitzen sind! So z.B. Lisa Anderson, die "Pionierin" und 4-malige Weltmeisterin, Megan Abubo, die unvorstellbar radikale Manöver fährt, Rochelle Ballard, die ‚Tube-Queen' oder Layne Beachley, die sogar schon 7 mal die Trophäen eingesackt hat und momentan ihre Schwäche für richtig große Wellen entdeckt, in die sie sich mit dem Jetski reinziehen lässt! Und nicht zuletzt Kell, the rippin' chick, der ‚Spray' schon lange kein Fremdwort mehr ist.

Text: Dani ‚the lemonsister' Cramer