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Grundlagen der Wellenvorhersage

Karte einer WellenvorhersageUm einen guten Swell zu erkennen, braucht ihr im Wesentlichen Informationen über:

1. Wellenhöhe und -richtung
2. Periode des Swells
3. Windrichtung und -geschwindigkeit

Diese Angaben werden euch in Form grafischer Spezialkarten oder in tabellarischer Form von zahlreichen Anbietern im Internet zur Verfügung gestellt. Während Karten eine geografische Region abbilden, beziehen sich tabellarische Darstellungen auf einen bestimmten Ort, was immer dann praktisch ist, wenn ihr längere Zeit in einer Gegend verweilt.

Bringt ihr neben den Daten der Vorhersagen noch eure Kenntnisse über die lokalen Begebenheiten und Gezeiten mit ein, habt ihr eine sehr gute Entscheidungsgrundlage für die Planung eurer nächsten Surftage.

Wellenhöhe

Auf speziellen graphisch aufbereiteten Swellkarten werden die signifikante Wellenhöhe und die Richtung des Swells anschaulich dargestellt. Die Wellenhöhe wird vom Wellenberg bis zum Wellental gemessen und bezieht sich auf den Durchschnitt eines Drittels der größten Wellen. Die Pfeile auf einer Swellkarte zeigen euch, in welche Richtung sich der Swell bewegt. Das ist unter anderem wichtig für euch zu wissen, da einige Spots nur bei einer bestimmten Swellrichtung laufen.

Periode

Karten, die die Periode eines Swells anzeigen, geben euch Aufschluss darüber, wie groß die Zeitspanne zwischen zwei Wellen in einem Set ist. Sie wird in Sekunden angegeben. Je größer die Periode ist, desto größer der Abstand zwischen den laufenden Wellen. Ein Swell mit einer großen Periode wandert schneller und hat kraftvollere Wellen. Bei einem Swell mit großer Periode finden Surfer qualitativ bessere Wellen als bei einem Swell mit einer kleinen Periode. Als Anhaltspunkt bezüglich der Werte kann euch dies helfen: Ein Swell, der durch küstennahe Winde erzeugt wird, hat in der Regel eine Periode unter 8 Sekunden. Die Wellen sind ungeordnet und wenig kraftvoll. Zum Surfen ist diese Situation an den meisten Spots nicht ideal. Ein Swell mit einer Periode von über 10 Sekunden kann hingegen schon feinste Bedingungen für Surfer hervorbringen.

Wenn der Wind mitspielt, zeichnen sich Swells mit einer großen Periode dadurch aus, dass die Wellen in sauberen gleichmäßigen Linien die Küste erreichen, was bei den Surfern am Strand bereits die Produktion von Endorphinen ankurbelt und Glücksgefühle beschert, noch bevor der erste Fuß ins Wasser gesetzt wird.

Wind

Der lokale Wind ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf den ankommenden Swell. Er kann die Art und Weise wie eine Welle bricht innerhalb kürzester Zeit verändern. Ein schöner 2-Meter-Swell mit einer Periode von 12 Sekunden nützt leider gar nichts, wenn ein starker auflandiger Wind die ankommenden Wellen am Strand in ihre Bestandteile zerlegt und die Hoffnung auf eine begnadete Surfsession zerbläst. Am besten ist es immer, wenn kein Wind oder nur eine leichte ablandige Brise weht.   Auch hier helfen euch wieder spezielle Karten. Auf ihnen wird die Windrichtung in Form von Pfeilen dargestellt, die dabei immer in die Richtung zeigen, in die der Wind weht. Windgeschwindigkeiten werden entweder farblich gekennzeichnet oder durch gefiederte Windpfeile.

Die Geschwindigkeit des Windes wird oft nach Windstärken auf der Beaufortskala von 1 bis 12 Bft klassifiziert.

Basisdaten

Die Basis für die Wellenvorhersagen bilden unfangreiche mathematische Modelle wie das Wave Watch III Model (NWW3) und das GFS (Global Forecast System) von der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) oder das Wave Model WAM mit seinem globalen Model GSM vom Deutschen Wetterdienst. Diese mathematischen Modelle werden mit Daten von Wetterstationen im Wasser, auf dem Land und in der Luft mehrmals täglich gefüttert und von Super-Computern Schritt für Schritt errechnet. Das aus der Verarbeitung dieser gigantischen Datenmenge hervorgehende Resultat, ist jedoch nur eine Prognose, deren Genauigkeit stark von der Stabilität der Wetterlage abhängig ist.

Probleme

Bei der Auswertung von Wellenvorhersagen solltet ihr berücksichtigen, dass diese nicht für Surfer entwickelt wurden, sondern für das Militär und die zivile Schifffahrt. Spaßige Wellen für Surfer stehen also nicht gerade im Fokus dieser Vorhersagen. Daher solltet ihr auch einige grundlegende Dinge beachten.   Die Computermodelle für Wellenvorhersagen errechnen den Wert der Wellenenergie und wandeln diesen in den Wert der signifikanten Wellenhöhe um. Die tatsächliche Wellenhöhe ist in der Regel jedoch eine andere. Warum das so ist, verdeutlichen folgende Beispiele: Eine aufgewühlte Windsee mit kurzer Periode enthält sehr viel Wellenenergie. Der Wert der signifikanten Wellenhöhe ist somit groß und die tatsächliche Wellenhöhe wird daher überschätzt. Bei einer sauberen Grunddünung mit großen Wellen und einer langen Periode ist die Wellenenergie einer einzelnen Welle zwar recht groß, aber die See insgesamt enthält nicht so viel Energie. In diesem Fall wird die tatsächliche Wellenhöhe unterschätzt.

Die Wellenvorhersagen sind nicht für die Küsten gemacht, sondern für die offene See. Je nach Küstenlinie und Untergrund können sich die Wellen stark verändern, wenn sie sich gen Land bewegen.

Nehmt ihr bei der Planung eurer nächsten Surfsession eine tabellarische Wellenvorhersage zur Hand, denkt auch daran, dass hier nur eine Swellrichtung angegeben wird, nämlich immer die, aus der der größte Swell kommt. Oftmals gibt es aber auch mehr als nur einen Swell und nicht immer ist der größte Swell, der beste Lieferant für saubere Lines.

Text: Stefan Strauss

SURF@VISOR

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