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Datum: 05. November 2010

| Autor: WAVE CULTURE

Dreifacher Weltmeister Andy Irons im Alter von 32 Jahren gestorben

4. November 2010, Andy Irons, dreimaliger Surf-Weltmeister, ist im Alter von 32 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Dallas gefunden worden. Er litt unter Denguefieber. Neben seinem Bett sollen aber auch starke Medikamente gefunden worden sein. Die genaueren Umstände seines Todes sind noch unklar.

Der dreimalige Surf-Weltmeister Andy Irons ist in der Nacht von Montag auf Dienstag unter noch ungeklärten Umständen gestorben. Hotelangestellte fanden den 32-jährigen tot in seinem Hotelzimmer am Flughafen in Dallas, wo er auf der Heimreise von der Tour in Puerto Rico in Richtung Hawaii einen Zwischenstopp einlegte. Nach offiziellen Angaben der ASP litt Irons unter Denguefieber, einer durch einen Mückenstich übertragen Virusinfektion, die vor allem in den Tropen und Subtropen zu finden ist, jedoch nur bei zwei Prozent der Erkrankten tödlichen Ausgang hat. Die für diesen Mittwoch angesetzte Obduktion konnte noch kein Licht ins Dunkel der Spekulationen über Irons Todesursache bringen, jedoch ausschließen, dass äußere Gewalteinwirkung im Spiel war.

Andy Irons war über lange Jahre erbitterter Mitstreiter und Widersacher Kelly Slaters auf der World Pro Tour. Auch wenn Irons immer ein wenig im Schatten des großen Slaters, der sich gerade anschickt seinen zehnten Weltmeistertitel zu holen, stand; so war er bis dato der einzige Surfer, der an jedem Wettkampfort der Tour gewinnen konnte. Darüber hinaus feierte er 20 Weltcupsiege und wurde in den Jahren 2002 bis 2004 dreimal Worldchampion hintereinander. Nach sieben Jahren im Profi-Business jedoch fühlte er sich ausgebrannt, pausierte und machte in 2005 nur noch mit exzessiven Partynächten Schlagzeilen, was auch der Grund dafür ist, dass Freunde und Familie immer noch hartnäckig gegen das Gerücht eines Drogenproblems ankämpfen müssen. Ihren Angaben zu Folge lägen diese Zeiten jedoch lange hinter dem auf Kauai geborenen Hawaiianer.

Nach einer privaten Auszeit 2009 kehrte Andy Irons dieses Jahr mit einer „Wildcard“ ins Geschehen zurück, rippte mehr denn je, schien sich völlig gefangen zu haben und erwartete sogar mit seiner Frau Lyndie Dupuis sein erstes Kind. Doch trotz seines nun gefestigten Umfeldes und seriösen Lebenswandels sprach er immer noch vor kurzem in einem Interview  von „inneren Dämonen“ gegen die er kämpfen müsse, und dass das Surfen ihm dabei helfe, sein Leben in geordneten Bahnen verlaufen zu lassen. Nun werden Gerichtsmediziner klären müssen, inwieweit die laut „Honolulu Star Advertiser“ neben seinem Bett gefundenen Medikamente Zolpidem (Schlafmittel) und Methadon (starkes Schmerzmittel) mit seinem Tod in Verbindung stehen könnten. Am Mittwoch fand in Puerto Rico eine traditionelle  Blumenzeremonie auf dem Meer in Gedenken an den früheren Champion statt. Sein Baby wird nun im Dezember ohne ihn zur Welt kommen.

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