Datum: 22. November 2010

| Autor: WAVE CULTURE

Kelly Slater: 10.!!! Weltmeister-Titel!

Puerto Rico:  Rip Curl Pro Search- vorletzter ASP Tour-Stop. Kelly Slater (38) ist zum zehnten Mal in seiner Karriere ASP-Worldchampion und zugleich jüngster und ältester Titelträger aller Zeiten. Seinen unglaublichen und geschichtsträchtigen Sieg widmet er dem kurz zuvor verstorbenen Andy Irons.

Kelly Slater krönte in Puerto Rico seine über 20-jährige fantastische Karriere mit dem zehnten Gewinn der World Pro-Tour.  Alles klar machte Slater beim historischen Wettkampf des Tages im Viertelfinale bei der  Rip Curl Pro Search durch einen Sieg gegen den Brasilianer Adriano de Souza, der ihm so viele Punkte bescherte, um Verfolger Jordy Smith uneinholbar hinter sich zu lassen. Slater holte 18,87 von 20 möglichen Punkten. In einem Statement im Anschluss an diesen entscheidenden Contest zeigte sich Slater gelöst und ein bisschen erlöst: “Ich fühle mich echt erleichtert. Das war der stressigste Titel überhaupt. Es war total unwirklich, Leute kommen auf dich zu und sagen sowas wie ‘in deinem Alter solltest du so etwas nicht mehr tun.’ All die jungen Surfer werden immer besser und es ist eine Herausforderung an sich selbst zu glauben und nicht zu glauben was andere Leute dir erzählen. Jordy, Dane, Mick, Taj und alle diese Jungs sind so gut, es ist eigentlich wie ein Marathon. Es geht nicht um eine Welle, einen Contest, so etwas entwickelt sich über Jahre in denen ich alles versucht habe mich darauf zu fokusieren. Ich bin einfach nur erleichtert und froh.”Seinen Titel widmete Slater einem seiner langjährigen Weggefährten und einem seiner ärgsten Rivalen Andy Irons, der zwei Tage zuvor tot in einem Hotelzimmer in Dallas aufgefunden worden war. "Ich spreche seiner Familie mein Beileid aus. Derzeit bin ich etwas überfordert und weiß nicht, was ich noch sagen soll.“

Schon nach der Hälfte der zu absolvierenden Wettbewerbe führte Slater „der Oldie“ die Punktewertung der ASP World Tour 2010 an – eine Führung, die er bis zuletzt nicht mehr abgeben sollte. Bei feinsten Conditions in makellosen sechs-Fuss-Wellen beim Hurley Pro in Trestles (Kalif.) im September triumphierte Slater über den 11 Jahre jüngeren Bede Durbidge. Dieser Sieg war zugleich Kellys 4. Titel im berühmt-berüchtigten Trestles, dem Schauplatz seines ersten professionellen Sieges vor 20 Jahren. Der Quiksilver Pro France am Les Culs Nus Beach war die nächste Station auf seinem Weg zum Sieg;  auch wenn Kelly hinter dem zu dieser Zeit amtierenden ASP World Champion Mick Fanning nur einen soliden zweiten Platz belegte, konnte er sein Punkelpolster in der Gesamtwertung mit einem spektakulären „freefall drop into a barrel“ - seiner ersten perfect 10 - in dieser Saison aufbessern. Oktober- nächste Etappe Peniche Portugal: Rip Curl Pro. Vielleicht das entscheidende Event, an dessen Ende Slater einmal mehr ganz oben auf dem Treppchen stehen sollte. Absoluter Karriere-Rekord – es war sein 44. ASP-Tour-Sieg im Laufe der besten Surf-Performances, die die Welt je gesehen hat. Tausende Fans konnten vom Strand aus nur staunend zusehen, wie Slater im Finale beinahe heimlich in Supertubes zog, bei wechselnden Bedingungen solide Backhand-Wellen surfte und einmal mehr dem jungen wilden 22-jährigen Südafrikaner Jordy Smith zeigte, was der Altmeister noch so drauf hat.

Stationen einer unvergleichlichen Karriere:  Kelly Slaters vorige ASP World Championships: 1992, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 2005, 2006 und 2008. Außerdem erzielte er 44 WCT-Siege und zwei ESPN X -Games-Goldmedaillen.

Array