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Datum: 09. Dezember 2009

| Autor: WAVE CULTURE

Quiksilver in Memory of Eddie Aikau

Ein gigantischer Swell mit über 15 Meter hohen Wellen vor der Küste Hawaiis machte den diesjährigen Big-Wave-Contest „The Eddie“ seit 2004 nicht nur das erste Mal überhaupt wieder möglich, sondern auch legendär und gereichte der Wellenreitlegende und Rettungsschwimmer Eddie Aikau tatsächlich zu allen Ehren.

Dezember 2009 - Neben den  Hawaii-Locals Mark Healey und Bruce Irons, kämpften auch  Kelly Slater, Mark Foo, Tiger Espere, Todd Chester (alle Hawaii), Peter Davi und sein australischer Landsmann Jay Moriarity sowie der Tahitianer Lester Falateaum um die 98.000 Dollar Preisgeld, sowie die heißbegehrte “The Eddie”-Trophäe. „Wir wollen, dass Leute mitmachen, die es nicht erwarten können, sich über die Wellenkante zu ziehen und sich dann acht Meter hinabzustürzen“, sagte der Chef des Sponsoren Quiksilver, Bob McKnight.

Am Morgen des 8. Dezembers kam dann das O.K. der Veranstalter für das hochkarätig besetzte Feld von 28 speziell für diesen Wettbewerb ausgesuchten und geladenen Surfern, sich in den über zwölf Meter hohen Wellen zu behaupten und zu messen. Über 50.000 Zuschauer verfolgten das Spektakel in der amphitheaterähnlichen Bucht von Waimea auf Oahu und was sie da zu sehen bekamen, ließ mehr als einmal den Atem stocken.

Unglaubliche Drops senkrechte Wasserwände hinab, krasse Wipe-outs und Hochgeschwindigkeits-Ritte stets mit gewaltigen Weißwassermassen im Nacken machten diesen Wettbewerb zu etwas ganz besonderem. Und am Ende des Tages waren es nicht die üblichen Verdächtigen, die triumphierten, sondern der 26-jährige Greg Long aus San Clemente (Kalifornien), der mit einer späten Welle im letztem Heat den mit 55.000 Dollar dotierten Titel holte. Es war die erste Teilnahme des jungen Billbong Teamriders bei dieser Trophäe und gleich verwies er den beinahe ungläubig dreinblickenden Kelly Slater, der von der ersten Sekunde des Wettbewerbs an geführt hatte dann doch noch auf den 2. Platz. Slater bekam 10.000 Dollar. Dritter wurde Sunny Garcia (Hawaii) bei einem Preisgeld von 3.000 Dollar, vierter der Titelverteidiger Bruce Irons (Kauai) ebenfalls noch mit 3.000 Dollar.

Den Monster Drop Award für den höllischsten aber geglückten Take-off des Wettbewerbs nahm völlig zu Recht und mehr als verdient Chile's Ramon Navarro mit nach Hause. Navarro zelebrierte auf einer der letzten Wellen des Tages einen schier endlos scheinenden backhand Drop und fuhr gefolgt von einer monsterhaften Weißwasserschaumwalze bis zum Strand, was ihm von den Judges glatte 100 Punkte einbrachte. Ausgerechnet Navarro, der eingeladen von seinem Freund Kohl Christensen 2004 das erste Mal überhaupt Waimea surfte. Damals verkaufte er noch Selbstgebackenes, um sein Auskommen zu bestreiten, 5 Jahre später bekam er nun 10.000 Dollar für den Monster Drop Award und 2.000 Dollar für den fünften der Gesamtwertung. Sein Freund Christensen dagegen ging mit dem übelsten Wipe-out des Tages in die Geschichte des Wettbewerbs ein, konnte darüber hinaus zwar noch einige solide Zähler landen, freute sich aber sicherlich am meisten darüber, noch am Leben zu sein.

Die Veranstaltung wurde seit 1985 nun zum siebten Mal ausgetragen. Der berühmte Rettungsschwimmer und Surfer Eddie Aikau war 1978 im Alter von 31 Jahren bei der Rettung einer Bootsbesatzung vermutlich ertrunken. Sein Bruder jedoch war auch dieser Tage mit über 60 Jahren noch im Line-up zwischen der gesamten Surfelite zu finden.