Datum: 16. September 2017

| Autor: Deutscher Wellenreitverband e. V.

SURFDM 2017 in Saint Girons Plage

Acht Finale und spannende Heats gab es am Finaltag zu sehen. Mal mit Sonnenschein, mal mit Regen. Davon ließ sich aber niemand abschrecken und schon gar nicht das Publikum. Gelegentlicher Schauer hin oder her, sie unterstützen die Athleten tatkräftig. „Wir hatten eine Woche mit sehr durchwachsenen Bedingungen, aber wir haben es glaube ich ganz gut hingekriegt die besten, surfbaren Bedingungen rauszusuchen und den Contest durchzuziehen. Wir haben inzwischen ein sehr hohes Level erreicht und sind auf einem guten Weg, deutsches Surfen mehr und mehr zu professionalisieren“, so der Präsident des DWV Phillip Kuretzky im abschließenden Gespräch.     

Die Cadets eröffneten den Final-Day mit schönen Inside-Wellen. Leon Schneider performte mit starken Top-Turns, aber auch Tim Elter, Sylvester Wenzel und Marco Teichner Watts zeigten, womit im Wellenreiten in Zukunft zu rechnen ist. So ist es auch Marco Teichner Watts, der sich deutscher Meister nennen darf. Mit 9,57 Punkten konnte er sich durchsetzen. 

Weiter ging es mit den Longboard Women. Valeska Schneider, Marie Theres Ott und Valerie Schlieper surften in heftigen Bedingungen. Durch die Strömung war Beinarbeit gefragt. Um in der großen Contestzone zu bleiben, mussten sie an Land von Süden nach Norden laufen. Zum Glück gibt es aber noch Gentleman auf diesem Planeten. So konnten sich die Damen ein wenig ausruhen, während ihre Männer die langen und schweren Bretter trugen. Männer, weiter so! Wir freuen uns über solchen Sportsgeist. Wir freuen uns auch für Valeska Schneider, sie ist deutsche Meisterin 2017 in der Kategorie Longboard.

Direkt im Anschluss ging es für die Grommets zur Sache. Luca Holy, Philipp Oepen, Moritz Ibe und Tim Elter surften gegeneinander. Wobei letzterer wieder mit Commitment punkten konnte, in den für ihn kopfhohen Wellen. Das brachte ihm auch den Titel des deutschen Meisters ein. Gratulation an Tim Elter.  

Richtung Nachmittag mussten die Longboard Men ran. Das Publikum konnte sich an der ersten Barrel erfreuen, leider Close-Out, zählt aber trotzdem. Gesurft wurde sie von Arne Bergwinkl, der mit Adrian Siebert, Markus Elter und den Mappes-Brüdern Phillip und Malte, das Finale bestritt. Gewinner dieser Kategorie kann sich Adrian Siebert nennen. Er holt sich zum wiederholten Male die Trophäe nach Hause. Bei den Kleineren, den Longboard Junioren können wir außerdem Tillmann Kloss gratulieren.

Danach ging es wieder bei den Open Women um alles. Frankie Harrer, Lilly von Treuenfels, Rosina Neuerer und Nici Seligmann lieferten sich ein spannendes Finale. Vor allem Frankie Harrer konnte mit zwei schönen Wellen punkten und wurde damit deutsche Meisterin 2017.

Dann war es soweit. Die Open Men standen an. Schon im Halbfinale war das Niveau hoch. Kein Wunder also, dass die Menge sich auf weitere 25 Minuten Powersurfen freute. Die Herren wurden ihrem Ruf gerecht. Dylan Groen, Leon Glatzer, Finn Ole Springborn und Arne Bergwinkl holten das Maximum aus den Wellen raus. „Das Niveau steigt zu jedem Jahr, das merkt man“, so fasste Arne Bergwinkl die Entwicklung des deutschen Wellenreitens zusammen. Die erste Welle ging an Bergwinkl der ebenso wie Dylan Groen bewies, dass sie den Top-Turn schon lange beherrschen. In der Luft beeindruckte wiederum Leon Glatzer mit einem 360er, den er leider nicht stand. Daher wurde dieser zwar nicht gewertet, bekam aber viel Applaus. Das Publikum wurde nicht enttäuscht. Die Herren lieferten spannende 25 Minuten, die schließlich Arne Bergwinkl knapp vor Dylan Groen mit 12,63 Punkten gewann.

Der Tag im Wasser sollte mit den Junioren enden. Bei den Girls surften Lilly von Treuenfels, Janina Zeitler und Rosina Neuerer. Leider nahm der Wind immer mehr zu, nichtsdestotrotz zeigte Lilly von Treuenfels eine gute Performance und gewann damit die Meisterschaft. Sie ist deutsche Meisterin 2017 bei den Junioren. Die Junior-Jungs Juan Fischer, David Wenzel, Maximilian Römer und Antonio Hirsch Blanco boten einen gelungenen Abschluss. In einer großen Outside-Welle bewies Juan Fischer sein Können, wohingegen Antonio Hirsch Blanco die Inside mit einem schönen Top-Turn auseinander nahm. Doch es war Fischer der sich schließlich mit 10,2 Punkten an die Spitze setzte und damit deutscher Meister wurde.

Nicht zu vergessen, die rüstigen Herren. Wir gratulieren Markus Mager, Gewinner der Legend Class und Stefan Parr bei den Senioren. Die beiden haben gezeigt, dass auch im etwas fortgeschrittenen Alter zu surfen mehr als möglich ist.