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Geschichte des Surfens1907 kam schließlich das Wellenreiten nach Kalifornien. San Onofre gilt neben Malibu zu den prägenden Orten, von wo aus sich in den 20er Jahren der Surfkult auf dem amerikanischen Festland schnell verbreitete und von dort dauerte es nicht lange bis im Jahre 1914 das Wellenreiten auch nach Australien schwappte.

Ab ca. 1918 begann man eigene Bretter zu bauen und man experimentierte mit Mischholzbrettern. Ziel war es, das Gewicht der Bretter zu reduzieren; harte, aber schwere Hölzer für die Stabilität mit leichten, aber weichen zu verbinden. Dies brachte zu jener Zeit jedoch wenig Erfolg, da es noch keine brauchbaren wasserfesten Klebstoffe gab, um die Hölzer auch im Wasser dauerhaft zusammenzuhalten.

Was in Australien nicht richtig gelingen wollte, sollte in Amerika nach dem 1. Weltkrieg durch eine enorme Entwicklung des Surfbrett-Designs bewirkt werden. So wurden durch intensives Experimentieren die Surfbretter länger, leichter und schmaler. Die Entwicklung des Surfbretts ist in diesem Zeitabschnitt besonders mit dem Namen Tom Blake verbunden. Dieser gilt ebenfalls als Erfinder der Finne . Sein anfangs kielähnliches Unterwasserschiff verbesserte die Brettführung in der Wellenwand und ersetzte die bis dahin übliche Fußsteuerung.

1930 entdeckte man des Balsaholz als Surfbrettmaterial. Das Brett wog dabei durch das Verwenden des leichten Holzes nur die Hälfte eines Redwood-Brettes, was zum damaligen Entwicklungsstand also nur 15 bis 20 Kilogramm ausmachte. Geschichte des SurfensLeider war es nicht sehr belastbar und wurde bei Kollisionen mit anderen Brettern sofort schwer beschädigt und sog sich mit Wasser voll.

Während nach dem ersten Weltkrieg das Sperrholz durch die Erfindung von wasserfesten Klebern für den Bau der hohlen Paddel- und Surfbretter eingesetzt worden war, lösten nun Kunststoffharze und Fiberglasmatten als Resultat kriegstechnologischer Forschung die altbewährte Bauweise ab. Mit der Freigabe der neuen Kunststoffharze für den privaten Gebrauch wurde eine neue Epoche für den Surfbrettbau eingeleitet. Im August 1946 erblickte das erste Fiberglasbrett das Licht der Welt. Nach mehreren Vormodellen wog es 1949 schließlich nur noch 12 kg.

Aber nicht nur an Brettern, sondern auch an Möglichkeiten zum Schutz vor dem kalten Wasser wurde geforscht. Anfang der 50er Jahre stellte Jack O’Neill aus Neoprenresten den ersten Surfanzug in Nordkalifornien her. Zwei Jahre späte kam ihm die Idee, das unter UV-Strahlung brüchig werdende und leicht reißende Neopren mit elastischem Nylon zu überschichten. Der moderne Neoprenanzug war erfunden und selbst im kalten Wasser ließ es sich nun aushalten. Die weltbekannte Firma O’Neill zählt bis heute zu den Marktführern auf diesem Gebiet.

In Frankreich begann die dokumentierte Geschichte des Surfens 1956, als der amerikanische Drehbuchautor Peter Viertel mit seiner Frau, der Schauspielerin Deborrah Kerr, nach Biarritz kam, um dort einen Hemmingway-Roman zu verfilmen. Als er die Wellen am Grand Plage sah, ließ er sich sein Surfboard nachschicken und surfte so oft es der Drehplan zuließ.

Text: Ines Stassen