Marokko ist ein Land der Gegensätze. Von grünen Tälern über karge Schneelandschaften bis zu sandigen Wüsten; von ärmster Landbevölkerung zu handyschwingenden Businessmännern; vom ultrahektischen Souk (Markt) zur absoluten Tatenlosigkeit auf den Dörfern; von Super-Touri-Abzocke bis zum völligen Stillstand zum Ramadan, dem Fastenmonat. Ein exotisches Reiseziel direkt vor den Toren Europas.

Marokko hat über 2000 km Küstenlinie, mit Mauretanien noch einmal so viel und vom Norden zum Süden auch vier hohe Gebirge – auch für Wintersport: Rif (2200m), mittlerer Atlas (2600m), hoher Atlas (4200m) und Anti-Atlas (3000m), die die Küstenzone und die grünen Hänge im Norden von der komplett trockenen Sahara im Osten und Süden trennen, wobei die Küste weiter im Süden gleich Steppe bzw. Geröllwüste bedeutet - so dass man alle Klimazonen vorfindet.

Marokko ist ein kaltes Land mit heißer Sonne. Das marokkanische Klima ist recht unbeständig und weist starke regionale Unterschiede auf. Auch wenn der Hohe Atlas schneebedeckt ist, kann man am Strand noch angenehmes T-Shirtwetter haben. An der Küste ist es im Sommer sehr heiß (25-35°C, nachts lau), im Winter mild (16-24°C, nachts kühl), im Gebirge kühl und die Wüste brennt so bei über 900°C, oder so ... Marokko hat über 300 Tage Sonne im Jahr, in manchen Ecken auch noch mehr. In Agadir regnet es nur sehr selten und dass auch nur kurz wärend der Wintermonate. Im Süden von Marokko liegen die Wassertemperatur meist zwischen 16-20°C, sonst sind sie 2-3 Grad kälter. Die Lufttemperatur und Wassertemperaturen können allerdings von einen auf den anderen Tag stark schwanken. Warme Kleidung sollten gerade im Winter immer mit dabei sein. Die Wassertemperaturen sind im Vergleich zu den Kanaren wesentlich kühler. In der Regel ist man mit einem 3/2er gut bedient. Im Sommer genügt meist ein Shorty.

Der Dreh- und Angelpunkt für Wellenreiter im Winter ist Taghazoute, ca. 15 Kilometer nördlich von Agadir. Etwa 10 Spots sind hier auch ohne Auto erreichbar - vom Felsriff in Killers bis zum Sandstrand am Banana-Beach. Ein Auto macht die Sache allerdings angenehmer und eröffnet auch noch weitere Spots. Im Sommer geht man dann eher nach Sidi Ifni - 150 km südlich - oder nach Imsouane 70 km nördlich. Als Windsurfer kommt man an Essaouira, ca.170 Kilometer nördlich von Agadir, nicht vorbei. Insbesonder in den Sommermonaten ballert es hier beständig.

Text (Fotos): Ralf Götze, Stefan Strauss

Nordmarokko

Im Vergleich zu den südlichen Regionen des Landes findet Ihr im Norden von Marokko auch noch gute Wellen in den Sommermonaten. Ausländische Surfer bilden an dieser Küste allerdings mit Abstand die Unterzahl. mehr...

Mittelmarokko

Die Region von Essaouira bis Agadir ist sehr dünn besiedelt, so dass Ihr neben den bekannten Spots noch viel Wellen finden könnt, wo Ihr alleine im Line-Up sitzt. mehr...

Taghazout

In den Wintermonaten ist Taghazout DER Ort für Wellenreiter in Marokko. Er bietet auf nur wenigen Kilometern Küstenabschnitt idealste Bedingungen zum Surfen. Killers, La Source und Anchorpoint zählen zu den Top Surfspots in Marokko. mehr...

Südmarokko

Der Süden von Marokko ist von Surfern noch sehr wenig erschlossen. Das liegt sicherlich auch daran, dass eine touristische Infrastruktur südlich von Agadir kaum vorhanden ist.  mehr...

Transport und Verkehr

Busse verbinden das ganze Land, für ziemlich wenig Geld, Fahrpläne sind jedoch häufig eher theoretischer Natur. Zunächst gibt es die Überlandbusse für große Entfernungen zwischen den großen Städten, die auch von den Überlandtaxis bedient werden ... mehr...

Essen und Trinken

Das Land bietet Euch alles an Essen, und wer sich selbst verpflegt, ist ein glücklicher Mensch. Frisches Obst und Gemüse kauft man für ein paar Cent vom Souk. Gemüsehändler nennen in aller Regel den richtigen Preis - im völligen Gegensatz zu den Gewürzhändlern ... mehr...

Praktische Hinweise

Jeder Reiseführer wird Euch erzählen, dass Feilschen zur arabischen Mentalität gehört. Je mehr Zeit man in Marokko verbringt, um so mehr beschleicht einem das Gefühl, Feilschen wurde nur für die Touristen erfunden. Vorweg: man kommt auch völlig ohne zu feilschen durch Marokko ... mehr...