Suche News
Medina gewinnt in Portugal

Gabriel Medina gewinnt den 10. Tourstop der Championship Tour bei den Rip Curl Pro in Portugal. Im...

mehr...
Europameisterschaften im Wellenreiten

Deutsche belegt 2. Platz bei Europameisterschaften im Wellenreiten.

mehr...
Hurrikan-Swell

Hurrikan Irma war der stärkste Sturm, den die Karibik je gesehen hat. Viele Orte wurden zerstört....

mehr...
News

SURFCAMPS Winter

    Tamraght, Marokko
    Guadeloupe, Karibik
    Taghazout, Marokko
    Fuerte, Kanaren
    Bahia, Brasilien

Transport und Verkehr

marokkanischer LKW Verabschiedet euch von Europa, hier ist Afrika!

Busse verbinden das ganze Land, für ziemlich wenig Geld, Fahrpläne sind jedoch häufig eher theoretischer Natur. Zunächst gibt es die Überlandbusse für große Entfernungen zwischen den großen Städten, die auch von den Überlandtaxis bedient werden. Dann die Regionalbusse, die parallel dazu von den Grand Taxis begleitet werden. Innerhalb einer Region gibt es immer den gleichen Autotyp in einheitlicher Farbe, meist vergreiste deutsche Produktion mit einem Stern auf der Haube. Innerhalb der Städte verkehren die Petit Taxis, die auch nicht aus der Stadt herausfahren dürfen ... sollten.

Euer Gepäck stellt in der Regel kein Problem dar, sollte aber gut verpackt sein. Die Grand Taxis könnt ihr auch individuell chartern, macht den Preis aber vorher mit dem Fahrer aus. Ihr zahlt dann allerdings für sechs Plätze. Im Regionalverkehr könnt ihr auch problemlos eure Boards mit in den Bus nehmen, wenn ihr andere Spots abchecken wollt und kein eigenen Wagen habt. Vermeidet die frühen Busse in, und die späten Busse aus der Stadt heraus, die gerammelt voll mit Pendlern sind.

Vom Flughafen Agadir bis Taghazout ist es am einfachsten einfach ein Taxi zu nehmen. An der Hauptstraße vor dem Flughafen fährt aber auch ein Bus bis zum Überlandterminal in Inezgane, von hier nimmt man ein Taxi nach Agadir und von Agadir mit Bus 12 (14 nur im Notfall benutzen) bis nach Taghazout. So ist die Anreise sehr günstig und dauert für die ca. 40 Kilometer nur einen halben Tag.

Leihwagen sind in Marokko nicht so günstig und ein Allradantrieb kostet gleich das Doppelte von einem normalen Wagen. 95% der Straßen, die ihr zum Surfen befahrt, sind allerdings geteert, dass ein 2x2 nicht nötig ist. Wenn ihr vorhabt, ganz Marokko abzuchecken, geht lieber zu einer großen Autovermietung (natürlich teurer) da sie vielen Servicestellen bieten. Wenn ihr nur um Agadir herumfahren wollt, tut es auch der local Dealer. Checkt die Autos vorher und fragt, ob ihr die Bretter aufs Dach schnallen könnt, wenn kein Dachträger vorhanden ist. Kleinere Reparaturen solltet ihr selber übernehmen, da sie sich kaum aufs Budget niederschlagen.

Benzin  ist verhältnismäßig teuer und Diesel etwas günstiger. Die Sprit-Versorgung ist aber recht gut. Um die großen Städte herum gibt es mehr Tankstellen als Fahrzeuge und auf den Hauptverbindungswegen immerhin noch reichlich. Wenn ihr in die Wüste fahrt, nehmt genug Sprit, Wasser und Reifen mit. Gen Mauretanien wird der Sprit eine ganze Ecke billiger, da er dort subventioniert wird. Wer den 1000-l-Tank seines Expeditionsfahrzeugs auftanken will, für den lohnt sich ein Abstecher auf jeden Fall.

Auf marokkos Straßen sind erheblich weniger Fahrzeuge unterwegs, die allerdings erheblich mehr Chaos anrichten als bei uns. Überland ist das noch das kleinere Problem, aber die Städte haben ihre ganz eigenen Regeln. Rote Ampeln gelten nicht viel, Fahrspuren gar nichts, die Hupe vermag mehr als der Blinker. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links ... meistens. Wollt ihr irgendwo Parken, hält immer irgendwer die Hand auf und Abends oder Nachts auch schon mal beide.

Auf den Überlandstrecken hat das größere Fahrzeug immer mehr bis alle Rechte (auf einspurigen Straßen z.B.), Touristen (erkennt man euch als solche) verlieren sowieso immer. Der Marokkaner überholt gerne und am Liebsten an unübersichtlichen Stellen; besonders Nachts fahren sie wie die Henker, was nicht ganz ungefährlich ist, denn manche Fahrzeuge haben kein Licht - außerdem treiben sich Menschen, Tiere und Fahrradfahrer auf unbeleuchteten Straßen herum. Ein paar helle Steine auf der Strasse sind Warnzeichen für: Unfälle, Baustellen, liegengebliebene Fahrzeuge etc. Vorsichtig, es könnte auch mal ein Stück der Straße fehlen!

Fahrt ihr Überland und blinkt links, ist das für euren Hintermann das Zeichen, euch zu überholen. Blöd nur, wenn ihr wirklich links abbiegen wollt. Entweder, ihr blinkt links und fahrt rechts und lasst ihn passieren, oder ihr blinkt nicht, fahrt mal in die Fahrbahnmitte, bremst und biegt ab. Oder alles zusammen. Maktub (etwa: es steht geschrieben, euer Schicksal in Gottes Händen ist vorgezeichnet).

Als Fußgänger habt ihr knapp mehr Rechte als eine Ziege, die immerhin noch über dem Hund steht. Aber zum Überleben allein reicht das leider nicht aus, ihr braucht starke Nerven und pantherartige Reflexe. Wo es sich vermeiden lässt, die Straße entlang zu laufen, tut das. Geht immer dem Verkehr zugewandt und bedenkt vor allem die Gefahr von hinten in Form überholender Marokkaner.

Bilder zum Thema: Links zum Thema:

>> GALLERIES Surfcamps: Taghazoute
>> GALLERIES Surfspots: Taghazoute

>> SURFMAG Surfspots: Essen/Trinken (MAR)
>> SURFMAT Surfspots: Praktische Tipps (MAR)