Côte d'Argent

Karte Wellenreiten Côte d'ArgentDie Côte d'Argent wird von Sandstränden, Dünen und Pinienwäldern dominiert. Mit 240 Kilometern Sandstrand hat die Côte d'Argent den längsten Strand von Europa. Entlang der Küste findet man in jedem Ort Unterkünfte und Campingplätze. Im Hochsommer sind diese jedoch häufig ausgebucht. Viele Surffirmen wie Billabong, Quiksilver und Rip Curl, haben hier ihren europäischen Haupsitz und ihre Outlet-Stores.

Alle Surfspots an dieser Küste sind Beachbreaks, deren Qualität von der Lage der Sandbänke abhängig ist. Bei einem großen Swell sind allerdings, bis auf einige Ausnahmen, die meisten Spots nicht mehr surfbar. Zu den Ausnahmen zählen u.a. Hossegor und Capbreton. Diese Spots werden dann erst richtig interessant. Wellen gibt es das ganze Jahr über, der Hochsommer kann aber schon mal zu Wellenarmut neigen.

Neben den aufgezählten Spots gibt es noch zahlreiche weitere Breaks, an denen man sich die Wellen nur mit wenigen Surfern teilen muss. Dabei handelt es sich meist um kleine Stichstraßen, an deren Ende ein Parkplatz mit kleinen Geschäften, teilweise ein Campingplatz und ein überwachter Badestrand sich befinden.

Soulac-sur-Mer ist ein charismatisches Seebad mit angenehmer Atmosphäre im Norden der Côte d'Argent. Die Wellen sind hier jedoch etwas kleiner als weiter im Süden. In L'Amelie oder Le Gurp südlich von Soulac können auch ganz vernünftige Wellen laufen.

Montalivet-les-Bains, das bescheidene Seebad, liegt inmitten des Pinienwalds 15 km südlich von Soulac-sur-Mer und ist bekannt als französisches Mekka der Freikörperkultur. Die Breaks können vom Parkplatz im Ort oder von der nördlichen Küstenstraße aus bequem gecheckt werden.

Hourtin-Plage ist ein kleiner Ferienort, der nur im Sommer zum Leben erwacht. Im Hinterland befindet sich der Lac de Hourtin-Carcans, der größte Binnensee von Frankreich. Dieser ist auch gut zum Windsurfen geeignet.

Lacanau-Ocean ist nicht nur ein bekannter Ferienort mit Sommervillen vom Beginn des letzten Jahrhunderts, sondern auch eine französische Surfhochburg mit jeder Menge Party im Sommer. Zu den jährlichen Highlights zählt der Surf Competition der ASP Tour. Die Promenade, von der man die Wellen und Surfer gut beobachten kann, bietet dann eine Menge Action. An sonsten sind hier immer viele Skateboarder am Start. Windsurfen kann man auf dem wenige Kilometer im Hinterland liegenden Lac de Lacanau. Nördlich von Lacanau, direkt hinter den Dünen, bietet der Campingplatz "Les Grands Pins" eine gute Location zum Campen. Wer auf einen Campingplatz verzichten möchte, findet südlich von Lacanau in gleicher Lage einen großen schattigen Parkplatz, im Sommer kreuzt jedoch die örtliche Polizei regelmäßig auf. Im Sommer ist Lacanau-Ocean von Surfern sehr überlaufen.

Le Grand Crohot - Der Spot befindet sich am Ende der 5 km langen Stichstraße, die von Lége abgeht. Der Spot bietet nichts spektakuläres, hat aber gute Wellen und ist bei den Bordeaux Locals recht beliebt.

Cap Ferret liegt auf der Landzunge zwischen dem Basin d'Arcachon und dem Atlantik. Es ist ein beliebter Badeort mit einigen vornehmen Villen und großen Sandstränden. Vom Leuchtturm hat man einen guten Blick über das Basin d'Arcachon, das u.a. für seine Austernbänke bekannt ist. Neben den Breaks in Cap Ferret zählt Le Truc Vert, einige Kilometer nördlich des Ortes, zu den beliebtesten Spots in der Umgebung. Neben einer Surfbar und einem großen schattigen Parkplatz gibt es auch noch einen gleichnamigen Campingplatz direkt am Strandübergang. Weitere Strandübergänge zu unbewachten und weniger frequentierten Stränden findet man entlang der Küstenstraße, die durch den Pinienwald führt.

Biscarrosse-Plage, der offensichtlich am Reißbrett entstandene Sommerbadeort, zählt nicht gerade zu den schönsten Orte der Küste, aber dafür ist er bei Surfern und Jugendlichen im Sommer um so beliebter. Richtung Norden kurz vor Arcachon wandert die größte Düne Europas landeinwärts. Die Düne von Pyla eignet sich auch ausgezeichnet zum Sandboarden.

Mimizan-Plage, der durch einen Flusslauf getrennte Ferienort, ist eine weitere Urlauberhochburg an dieser Küste. Zum Parken und für ein Wavecheck eignet sich der große Parkplatz direkt auf der Düne im südlichen Teil des Ortes am besten. Unterhalb dieses Parkplatzes gibt es einen weiteren, auf dem man mit einem Bus stehen darf. Uncooles Örtchen, aber fließend Wasser, Duschen, Toiletten und WC-Entsorgung sind vorhanden. Mimizan-Plage ist nicht nur dafür bekannt, dass bei Off Shore die Wellen gut sind, sondern auch einen ausgeprägten Geruch von der Papierfabrik in der Luft hängt.

Contis-les-Bains - Das kleine beschauliche Family-Örtchen bietet gute Beachbreaks, die auch im Sommer nicht so überlaufen sind. Die Flussmündung am südlichen Strandabschnitt formt teilweise recht gute Sandbänke.

Moliets-Plage ist ein kleiner Badeort und besteht zum größten Teil aus Campingplätzen mit vielen Jugend- und Surfcamps. Im Sommer kann es durch die vielen Surfschulen schon einmal unangenehm voll werden. Am Ortsausgang gibt es einen kleinen Funpark und in der Bar beim Camping Saint Martin einen Internetzugang. La Lette Blanche, der Strand ca. 6 Kilometer nördlich von Moliets (Abzweigung D328), ist eine gute Alternative mit weniger Surfern auf Wasser.

Vieux-Boucau entwickelt sich zunehmend zu einem Ferienzentrum mit vielen Unterkünften und Campingplätzen. Der am Plage Norte gelegene Camping Municipal bietet eine gute Location für Surfer. Vieux Boucau hat viele Breaks zur Auswahl, von denen zumindest einer immer gut ist. Im Sommer kann es auf dem Wasser sehr voll werden. Windsurfen ist auf dem kleinen See direkt im Ort möglich. Zum abendlichen Abhängen eignet sich die direkt am Hauptstrand liegende Captain Bar. Ein öffentlicher Funpark und mehrere Streetballplätze liegen an der Zufahrt zum Plage Norte.

Seignosse le Penon bietet jede Menge, im Pinienwald gelegene, Unterkünfte und Campingplätze. Die Party geht jedoch mehr in Hossegor und Capbreton ab. Seignosse le Penon hat viele bekannte Breaks, die je nach Lage der Sandbänke extrem gut sein können. Vom Norden nach Süden betrachtet liegen die Spots Le Penon, Les Bourdaines und Les Estagnots.

Hossegor ist im Sommer ein Mekka für Surfer aus ganz Europa. Der Ort hat jede Menge Bars, Restaurants, Surfshops und natürlich auch das direkt am Strand gelegene legendäre Rock Food, ein beliebter Ort zum Abhängen. Die Wellen in Hossegor zählen zu den Besten der Küste, da sie hier aus sehr tiefem Wasser auf den Strand treffen. Zwischen Seignosse le Penon und Hossegor, über einen kleinen Holzweg erreichbar, liegt der Strand Les Cul Nuts. Ein kraftvoller Beachbreak, an dem jedes Jahr internationale Surfwettkämpfe stattfinden. Fährt man Richtung Süden und hält auf dem ersten Parkplatz auf der rechten Seite, so blickt man direkt auf La Gravière. Dieser legendäre Spot läuft nur bei einem größeren Swell ohne On Shore , dann aber vom Feinsten. Der Spot, der nur für sehr geübte Surfer zu empfehlen ist, verwöhnt einen mit langen Ritten und fetten Tubes. Bei einem großen Swell kann auch südlich vom Rock Food eine gute Welle laufen, die nicht so heftig wie La Gravière ist. Bei Flut ist am Kanal Brückenspringen angesagt. Einen Funpark mit Halfpipe steht am Yachthafen.

Capbreton, von Hossegor durch einen Flusslauf getrennt, ist ein Bade- und Fischereiort, in dem alles ein wenig gemächlicher abgeht. Für alle, die Meeresfrüchte und Fisch mögen, ist das sehr eigene Restaurant Du Camp ein Muss. Die Surfspots liegen direkt an der Promenade und bei klarer Sicht hat man von hier aus auch einen guten Blick auf die baskische Küste und die Pyrenäen. Die Wellen sind in Capbreton immer etwas kleiner als in der Umgebung, weshalb es hier immer voll ist, wenn die Spots im Norden nicht mehr surfbar sind. Der Strand La Piste südlich von Capbreton, an dem auch jedes Jahr Surf Competition stattfinden, bietet auch bei einem klein Swell gute Breaks. Ein günstiger Internetzugang ist im Centrum am Place de l'Hotel de Ville neben dem Hotel Du Balcon vorhanden.

Boucau liegt auf der Nordseite von der Adourmündung. Die lange Mole formt eine sehr gute Sandbank für eine linksbrechende Welle. Entlang der Mole ist eine starke und hilfreiche Strömung zum Peak. Wenn die nicht immer so entspannte Localszene einem zu nervig wird, bieten die Breaks weiter nördlich einige gute Wellen. Das Hinterland mit seinen Industrieanlagen zählt nicht gerade zu den Schönheiten der Küste.

Bilder zum Thema: Links zum Thema:

>> GALLERIES Surfcamps: Cap Ferret
>> GALLERIES Surfcamps: Moliets
>> GALLERIES Surfspots: Le Landes

>> SURFCAMPS Frankreich: Cap Ferret
>> SURFCAMPS Frankreich: Moliets