Gran Canaria

Karte Wellenreiten Gran CanariaGran Canaria hat eine ausgeprägte Landschaftsvielfalt: Zerklüftete Gebirge, Kiefernwälder, kahle und wüstenartige Gebiete, nebligfeuchte Hänge mit saftiger Vegetation und großflächige Bananenplantagen. Das zentrale Bergmassiv (1.000 - 1.950 m hoch und im Winter auch mit Schnee) teilt die Insel in zwei Klimagebiete. Die vom Nordostpassat herangetragenen Wolken sorgen auf der Nordseite für Bewölkung und Niederschlag, wogegen der Süden fast unentwegt Sonne und etwas höhere Temperaturen hat. Diese Unterschiede spiegeln sich vorallem in der Vegetation wieder.

Die großen zubetonierten Touristensiedlungen wie Playa del Inglés und Maspalomas liegen im trockenen Süden und haben nur sehr wenig gemeinsam mit dem Leben im Norden der Insel. Unterkünfte sind im Norden wie auch im Süden reichlich vorhanden und außerhalb der Hauptsaison problemlos zu bekommen, die Preise sind allerdings nicht gerade günstiger als bei einer Pauschalreise.

Die größten und konstantesten Wellen hat der Norden, da dieses aber die dicht besiedelteste Ecke der Insel ist, treiben sich immer sehr viele Surfer und Bodyboarder im Wasser herum. An einigen Spots bilden die Bodyboarder grundsätzlich die Majorität. Durch die ausgeprägte Localszene haben auswärtige Surfer im Line-Up nicht immer ein leichtes Spiel. Abseits der ausgetretenen Surfpfade gibt es aber noch einige Secret- und Semisecret-Spots, die sich auf jeden Fall auch lohnen können.

El Agujero, wenige km von Gáldar der einstigen Inselhauptstadt entfernt, hat einen felsigen Strand, der von den Locals viel genutzt wird. Zur Auswahl stehen ein Reefbreak, der nur bei Flut gesurft werden kann, und ein Beachbreak (Bocabarranco) ganz in der Nähe.

El Circo hat zwei Reefbreaks: Ein steiler Pointbreak (bei Flut) mit Linken und Rechten, der besonders bei Bodyboardern beliebt ist und eine Linke (bei Ebbe), die nicht so steil ist, dafür aber länger läuft. Es gibt Gerüchte von Haien, die sich hier ab und zu blicken lassen. Ein Beachbreak, der nur bei einem kleinen Swell surfbar ist und weniger Leute im Wasser hat, ist auch vorhanden.

El Roque -  Das schlichte Fischerdorf liegt auf einer Felszunge, die sich ins Meer hinausschiebt. Der Ort hat zwei Breaks, von denen einer links und der andere rechts über felsigen Untergrund läuft. Beide können bei Ebbe nicht gesurft werden. Von einer kleinen Bar auf einer Felsterrasse aus kann man die Wellen beobachten.

Las Palmas ist die Hauptstadt Gran Canarias und mit 450.000 Einwohner die größte Stadt der Kanaren. Der 3 Kilometer lange Playa de las Canteras mit unzähligen Cafés und Restaurants ist der Hauptstrand der Stadt. Eine Felsbarriere (La Barra) ca. 400 m vom Strand entfernt, liefert Bodyboardern brauchbare Wellen. La Cicer am nordwestlichen Ende der Stadt hat sehr gute Breaks über sandigen und felsigen Untergrund. Im Wasser gibt es teilweise so viele Bodyboarder wie Bananen auf der Insel. El Lloret, ein weiterer Reefbreak hinter La Cicer, bricht als Point und kann nach links und rechts gesurft werden. Ein echtes Juwel ist Confital am westlichen Zipfel der Halbinsel La Isleta. Es ist eine sehr geniale Rechte, die über ein flaches Riff bricht und gute Tubesections zaubert. Wegen ihrer guten Wellenqualität und der Nähe zur Stadt ist hier natürlich auch immer entsprechend viel los im Wasser.

Arinaga ca. 10 Kilometer südlich des Flughafens hat einen 400 m langen Strand, der von einer netten kleinen Promenade begrenzt wird. Die Wellen brechen kurz und schnell über felsigen Untergrund. Die Wasserqualität lässt jedoch zu wünschen übrig. Windsurfer sind auch anzutreffen.

El Oasis westlich der Dunas de Maspalomas hat die besten Wellen im Süden der Insel. Auf beiden Seiten des Leuchtturms stehen viele Breaks zur Auswahl, die entweder über sandigen oder felsigen Untergrund laufen.</td><//td>