Niederlande Spots

Karte Wellenreiten NiederlandeIm Sommer sind gute Wellen sehr selten, daher gehört auch ein dicker Anzug, Schuhe, Handschuhe und Kappe zur Standardausrüstung eines jeden niederländischen Surfers. Ab Juni bis Oktober kann man sich auf dem Wasser jedoch etwas entspannter kleiden. Da Surfen in den Niederlande zunehmend populär wird, findet man an den guten Spots, wie Wijk aan Zee und Scheveningen, kaum Wellentage ohne Surfer auf dem Wasser. Wird es zu voll und damit auch etwas stressiger, gibt es aber auch immer Ausweichmöglichkeiten. Im Sommer haben einige Orten spezielle Surfzonen, die auch auf jeden Fall als solche zu respektieren sind.

Wijk aan Zee zählt zu den besten Spots an der niederländischen Küste. Der Beachbreak liegt südlich des kleinen Ferienortes an der riesigen Noordpier mit Blick auf das interessant qualmende Stahlwerk. Direkt auf dem Strand gibt es einen Surfshop, bei dem man sich auch Material ausleihen kann. Sobald eine brauchbare Welle läuft, wachsen jede Menge Surfer aus dem Boden.

Scheveningen gehört zu den am stärksten besuchten Seebädern der Niederlande. Wahrzeichen an der 3 Kilometer langen Strandpromenade sind das mondäne Kurhaus, welches heute ein Hotel ist, und die 400 m lange Pier mit Aussichtsturm. Scheveningen ist nicht ohne Grund die niederländische Surfhochburg. Die besten Wellen laufen je nach Windrichtung südlich oder nördlich der Hafenmole. Sobald die Wellen nur den Anschein haben, dass sie gesurft werden können, sind gleich Surfer auf dem Wasser. Problematisch oder einfach nur teuer kann das Parken sein. Ein Campingplatz mit kleinen Chalets gibt es in Kijkduin.

Kijkduin, wenige Kilometer südlich von Scheveningen, ist ein recht unspektakuläres Seebad, das von Familien stark besucht wird. Der Beachbreak hat zwar nicht die Qualität von Scheveningen, aber dafür auch weniger Getümmel auf dem Wasser. Ein großer Campingplatz, auch mit festen Unterkünften, liegt direkt hinter den Dünen.

Ter Heyde, gleich neben Monster, ist ein kleiner ruhiger Strandort im Windschatten eines kleinen Dünengürtels. Der Sandstrand ist durch kleine Jetties unterbrochen, wodurch ganz brauchbare Sandbänke entstehen. Die Strömung kann schon einmal etwas stärker sein.

Maasvlakte -  Von Rotterdam aus durchquert man die Weite der expandierenden Industrielandschaft des größten Hafens der Welt. Erreicht man das Elektrizitätswerk, muss man sich entscheiden: Maasexpress, Blokken oder Slufter. Maasexpress ist ein Break über steinigen Untergrund an der Mündung des Nieuwe Waterweg. Bei einem größeren Nordwest-Swell läuft hier eine starke und schnelle Welle, die aber nicht ganz ungefährlich ist. Wer einen Beachbreak mit wärmerem Wasser vorzieht, findet diesen direkt am Elektrizitätswerk. Das erwärmte Kühlwasser heizt hier die Wellen ordentlich an. Slufter, der populärste Strand in dieser Area und auch bei Windsurfern sehr beliebt, hat einen kraftvollen Beachbreak. Entspanntes Parken ist an allen Spots möglich.

Domburg ist das älteste Seebad der Niederlande, und in den kleinen Sträßchen mit schönen Landhäusern und Villen ist nach wie vor ein Hauch von Belle Epoque zu spüren. Der breite Sandstrand mit hohen Dünen hat eine große Anziehungskraft auf viele Urlauber und Wassersportler. Windsurfen ist stark angesagt, aber der Beachbreak liefert auch akzeptable Wellen für Surfer.

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