Guadeloupe Surfspots

Surfspots Guadeloupe

Guadeloupe zählt neben Barbados zu einer der besten Surfdestinationen in der Karibik. In den Wintermonaten kommt der Swell zumeist mit konstanten 1-2 Metern aus nordöstlicher Richtung, also direkt vom Atlantik. Damit sind die besten Bedingungen im Winter auf der östlich gelegenen Insel Grande-Terre zu finden. In den Sommermonaten während der Hurrikan-Saison kommen die Wellen eher aus dem Süden oder Südwesten. In dieser Zeit laufen verstärkt die Spots im Westen auf Basse-Terre. Die Wellen hier sind allerdings kleiner und weniger konstant. Die Wassertemperatur schwankt über das Jahr gesehen nur wenig; selten fällt sie unter 25 C°. Somit sind Boardshort und Lycra als Outfit im Wasser ausreichend.

Nahezu alle Spots sind Reefbreaks über Korallen. Einige Riffs sind flach und unproblematisch, andere wiederum scharfkantig und erfordern größere Vorsicht. Booties sind an vielen Spots angenehm, aber kein Muss. In diesem Spotreport werden nur die Wellen auf Grande-Terre beschrieben, da diese die konstantesten auf Guadeloupe sind. Neben den beschriebenen Spots gibt es noch einige Secret-Spots und wie eben erwähnt natürlich noch die Spots auf Basse-Terre.

Die Wellen an der Südküste von Grande-Terre benötigen einen Swell aus Süden oder Osten. Im Idealfall mit leichtem Wind aus Norden oder keinem Wind. Die Spots an der Ostküste bei Le Moule funktionieren am besten bei einem Nordswell, aber ein Ostswell ist auch OK. Die Wellen, bis auf Anse a la Bouelle im Norden, sind sehr windanfällig durch die konstanten Passatwinde. Die Spots an der Nordküste benötigen bis auf wenige Ausnahmen einen größeren Nordswell.

Petit Havre ist eine entspannte Linke über ein Korallenriff. Bei wenig Wind sind lange Ritte möglich. Die Welle ist sowohl für Anfänger, als auch für gute Surfer geeignet. Es ist möglich direkt am Surfspot zu parken.

La Table ist ein vorgelagertes Riff am malerischen Strand der Club Med Anlage. Die Welle ist eine kurze, aber schnelle Linke. Der Spot liegt leicht geschützt vom Ostwind. Auf der Sainte-Anne Seite vom Club kann man parken. Den öffentlichen Strand erreicht man durch eine Drehtür auf der Meerseite vor dem Club.

La Digue erreicht man ebenfalls wie La Table über den Strand von der Club Med Anlage. Es ist eine Linke, die sich weiter draußen als La Table befindet und dadurch windanfällig ist. Zu dem Spot kommt man durch eine kleine Passage im Riff links von La Table.

Californie, eine schnelle steile Rechte einige hundert Meter links von La Digue, liegt nach Osten hin offen und ist daher oft zerblasen.

Le Helleux befindet sich auf halben Weg von Sainte-Anne nach Sainte Francois und ist ein Spot, der sich auch sehr gut für Beginner eignet. Der schöne und bei Urlaubern und Surfern gleichsam beliebte Sandstrand hat mehreren Peaks. Die Wellen brechen über Korallen und Sand. Parken ist direkt am Strand möglich.

PV erfordert wieder ein wenig mehr Können. Die lange Linke bricht über ein Korallenriff nur wenige Meter rechts von der Pierre et Vacances Anlage entfernt. Auf der rechten Seite von der Anlage führt ein kleiner Pfad zum Meer hinunter. Der Einstieg erfolgt über ein scharfes Riff - Booties sind daher von großem Vorteil.

Anse à la Barque ist eine schöne Welle, die in einer Flussmündung liegt und sowohl nach links als auch nach rechts über ein Korallenriff bricht. Zur Flussmündung kommt man über eine Holperpiste. Der Spot befindet sich ein wenig abseits, weshalb es hier selten voll wird. 

Vieux Port, eine bei Anfängern zum Üben beliebte Welle, liegt direkt vor der alten Hafeneinfahrt in Saint-Francois. Es ist eine entspannte Rechte über ein harmloses Riff. Neben Anfängern können aber auch fortgeschrittene Surfer und Longboarder hier ihren Spaß haben. Der Einstieg ist unproblematisch; es müssen aber einige Meter gepaddelt werden, um zur Welle zu gelangen.

La Chaise ist eine sehr schöne Linke, die über ein scharfes Korallenriff bricht. Oft ist nicht viel Wasser unter der Welle, was die Welle für Anfänger ungeeignet macht.

Pte des Chateaux, am östlichen Zipfel der Insel, ist eine Welle für die Sommermonate oder für sehr wenig Swell. Der Spot ist auch gut für Anfänger geeignet. Die Welle bricht über ein Riff und endet über sandigem Untergrund. Bei größeren Wellen jedoch ist die Strömung recht stark und daher dann auch nicht ungefährlich.

Anse a la Gourde ist ein traumhafter langer Sandstrand mit einem vorgelagerten Riff, das zwei schönen Wellen hervorbringt. Der Spot ist allerdings sehr windanfällig und daher oft zerblasen. Direkt am Strand befindet sich ein großer Parkplatz.

Anse Salaboulle, wenige Kilometer östlich von Le Moule, zählt zu den konstantesten und auch bekanntesten Spots auf Guadeloupe. Oben von der Straße kann die Welle sehr gut beobachtet werden. Primäre ist es eine Linke, sie kann aber auch nach rechts gesurft werden. Es ist eine steile schnelle Welle, die für Anfänger eher ungeeignet ist. Wer bei einem größeren Swell nicht in den Felsen landen möchte, sollte beim Ein- und Ausstieg auf das richtige Timing achten.

Waimea, der Name ist Programm. Links von Anse Salaboulle befindet sich diese sehr anspruchsvolle Welle. Sie kann sehr steil werden und große Tubes werfen. Eine Welle nur für absolute Cracks.

La Station ist eine Rechte, die sich direkt in Le Moule vor der Tankstelle befindet. Es ist eine anspruchsvolle Welle, die einen Swell aus Norden benötigt, der aber auch nicht zu groß sein darf.

Damencourt, der Hauptspot von Le Moule, ist eine sehr kraftvolle und schnelle Link an der Ortsausfahrt gen Norden. Le Moule hat eine kleine Surfszene, die sich hier bei guten Wellen immer versammelt.

Abattoirs zählt zu den radikalsten Wellen auf Guadeloupe. Wenn sie läuft, ist die lange Rechte wenige Meter nördlich von Anse-Bertrand ein echtes Juwel. Die Welle bricht über ein flaches Riff und ist nur für wirklich geübte Surfer zu empfehlen.

Cimetiere, eine linke und rechte Welle direkt vor dem Friedhof in Anse-Bertrand, zählt zu den konstantesten Wellen auf Guadeloupe. Es ist eine schnelle steile Welle, die aber ab einer Größe von 1,5 Meter dazu neigt close-out zu brechen. In Anse-Bertrand kommt richtiges Karibik-Feeling auf. Der Ort ist nicht sehr touristisch und klein und überschaubar. Der Strand neben dem die Welle bricht, ist ein schöner Sandstrand, mit Palmen und zwei netten Strandrestaurants.

Point d’Antigue - ein weiteres Kleinod der Insel – sie läuft, wenn Cimetiere zu groß wird. Die Welle bricht ab einer Größe von 1,5 Meter über ein vorgelagertes Riff und produzierte eine perfekte Rechte. Surfer ohne viel Erfahrung sollten von diesem Spot allerdings die Finger lassen. Die Welle erreicht man über die Sandpisten hinter dem Friedhof nördlich von Port-Louis.

Pic Right Left befindet sich einige hundert Meter vor Point d’Antigue und ebenfalls von hoher Qualität. Die Welle, die sowohl nach links, als auch nach rechts läuft, ist gutmütiger als Point d'Antigue, so dass auch weniger geübte Surfer hier ihren Spaß haben können.

Malibu, wie der Name schon vermuten lässt, zählt diese Welle zu den gutmütigsten auf Guadeloupe. Es ist eine Rechte, die für Anfänger und Longboarder perfekt geeignet ist. Sie bricht einige hundert Meter links von der Kirche in Port-Louis.

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