Galapagos Infos

Wellenreiten GalapagosDie Galapagos, 1.000 Kilometer vom Festland entfernt und komplett unter Naturschutz, bestehen aus 17 vom Rest der Welt isolierten Inseln von denen nur 5 bewohnt sind. Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs, aber dennoch hat jede Insel des Archepils ihren ganz individuellen Charakter mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Charles Darwin dienten diese Voraussetzungen bei seiner Reise zu den Galapagos als Grundlage für die spätere Entwicklung seiner Evolutionstheorie. Viele Tiere und Pflanzen gibt es nur hier, wodurch sich auf den Galapagos das Wort endemisch zum Lieblingswort entwickelt hat. Es ist aber nicht nur die Einmaligkeit der Tier- und Pflanzenwelt die erstaunlich ist, sondern auch der Umgang ihrer tierischen Bewohner mit den Besuchern. Viele wilde Tiere sind so zahm, dass man sich teilweise wie in einem riesigen Streichelzoo vorkommt. Die Seelöwen lungern auf den Bootsstegen ab, die Pelikane sitzen bei einem auf dem Balkon, auf dem Weg zum Strand muss man aufpassen, dass man nicht auf einen riesigen Leguan tritt und in den Wäldern im Hinterland streichen Riesenschildkröten durchs Dickicht. Die Tiere lassen sich durch die Menschen wenig stören und beachten diese meist gar nicht.

ANREISE

Die Anreise auf die Galapagos erfolgt über die ecuadorianischen Städte Quito und Guayacil. Das Angebot an Flügen, wenn man aus Europa direkt nach Ecuador fliegen möchte, ist recht überschaubar. Direktflüge gibt es von Amsterdam mit KLM oder mit Iberia oder LAN Airlines aus Madrid. Aus Deutschland fliegt Lufthansa via Bogota. Andere Gesellschaften wie American Airlines oder Continental fliegen via USA nach Ecuador. Bei den Flügen gilt zumeist, je früher man bucht, desto günstigere Flüge kann man bekommen.

Von Quito und Guayacil fliegen Tame oder Aerogal mehrmals täglich nach Baltra (Santa Cruz) und San Cristobal. Es ist auch problemlos möglich einen Gabelflug zu buchen, so dass man auf die eine Insel hinfliegt und von der anderen zurück. Neben dem Flugpreis, der sich zwischen 350,- und 400,- US-Dollar bewegt, wird bei Ankunft auf den Galapagos auch noch eine Nationalparkgebühr von 100,- US-Dollar in bar fällig.

Wer auf Baltra landet, kann bequem mit einem öffentlichen Bus und einer kleinen Fähre Puerto Ayora in einer Stunde erreichen. Wer auf San Cristobal landet, befindet sich eigentlich schon direkt in Puerto Baquerizo. Zwischen den Inseln verkehren täglich kleine Shuttle-Boote, die zwar nicht gerade zu den bequemsten zählen, aber einen beispielsweise in gut 3 Stunden von Santa Cruz nach San Cristobal bringen. Wer es bequemer haben möchte, kann aber auch mit einem Island Hopper fliegen.

WETTER

Die Galapagos liegen direkt am Äquator. Durch die unterschiedlichen Meeresströmungen, herrscht hier aber kein typisch tropisches Äquatorklima. Das Klima auf den Galapagos wird durch den kalten Humboldtstrom aus dem Süden und dem warmen Panamastrom aus dem Norden bestimmt. Entsprechend ihres Einflusses gibt es grundsätzlich 2 Jahreszeiten. Dezember bis Juni überwiegt der Panamastrom und damit tropisch-sommerliche Lufttemperaturen mit warmen Wasser, viel Sonne und kurzen und heftigen Regenschauern. Die Wassertemperaturen liegen um die 25 C°. Dieses ist auch die Zeit in der die Inseln aufblühen. Von Juni bis Dezember herrschen kühlere Luft- und Wassertemperaturen, da dieses die Zeit ist, in der der Humboldtstrom arktisches Wasser aus dem Süden herantransportiert. Die Wassertemperaturen liegen dann nur noch bei 18 – 20 C°. Dicke Wolken mit leichtem Sprühregen verhängen oft tagelang die Inseln. Das schmuddeligste Wetter und die kühlsten Wassertemperaturen herrschen von August bis Oktober. 

SURF

Durch die Lage direkt auf dem Äquator treffen sowohl die Swells aus dem Nord- als auch aus dem Südpazifik die Galapagos. Aber nicht jeder Swell schafft diese lange Reise, einige bleiben auf der Strecke. Die Swells, die ihr Ziel indes doch erreichen, sind in der Regel kraftvoll und sauber, aber auch nicht so groß wie auf Hawaii oder Tahiti. Am beständigsten sind die Südwestswells von Mai bis Dezember, im Rest des Jahres sind die Wellen nicht ganz so konstant, aber komplett flach wird es dennoch nur selten. Die Zeit der Südwestswells ist aber auch die Zeit, in der der Humboldtstrom die Inseln fest im Griff hat. Kein anderer Ort am Äquator hat dann so kühles Wasser wie die Galapagos. Ein langer 3’2 Anzug kann die Freude beim Surfen extrem erhöhen. Sobald der Humboldtstrom sich wieder abschwächt, reicht ein Shorty vollkommen aus.   

Auf den Galapagos gibt es viele qualitativ gute Wellen. Welche Welle läuft hängt allerdings stark von der Swellrichtung, Wellenhöhe und dem Wind ab. Dieses reduziert oftmals die Anzahl der Surfspots auf sehr wenige. Die meisten Wellen sind auf Santa Cruz und San Cristobal zu finden, wobei die besten Wellen um Puerto Baquerizo auf San Cristobal brechen. Bis auf  wenige Ausnahmen sind die Spots kraftvolle Reefbreaks, die für Anfänger nur mäßig geeignet sind. Ein sicherer Take-off ist bei den meisten Spots eine Grundvoraussetzung. Oftmals ist der Zugang auch nicht unproblematisch oder nur mit einem Boot möglich.

Die Infrastruktur für Surfer kann man maximal als rudimentär bezeichnen. In Puerto Ayora und Puerto Baquerizo gibt es jeweils einen Surfshop, wo man sich mit dem Nötigsten versorgen oder vielleicht mal ein altes zusammengeschustertes Board ausleihen kann. Besser als Ausleihen ist es jedoch sich sein Board mitzubringen auch wenn der Transport im Flieger noch einmal 50 US-Dollar pro Flug extra kostet. Da es auf den Galapagos kaum neue Boards zu kaufen gibt, ist es in der Regel auch kein Schweres sein Board vor Ort zu verkaufen und so das Geld für den Rücktransport zu sparen.

GELD

Offizielles Zahlungsmittel sind US-Dollar. Das Tauschen von EURO oder Franken ist auf den Galapagos nicht möglich. Daher sollte man sich die US-Dollar lieber vorher besorgen oder sich die Devisen mit einer Karte am Bankautomaten ziehen. Die Galapagos sind im Vergleich zum Festland recht teuer, aber immer noch günstiger als Europa. Wer sparsam reisen möchte, hat aber auch auf den Galapagos die Gelegenheit dazu.

PAPIERE

Für EU-Bürger oder Schweizer reicht zur Einreise ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass. Ein Visum ist nicht erforderlich. In der Regel wird ein Aufenthalt bis 90 Tage gewährleistet.

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