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Datum: 09. November 2011

| Autor: WAVE CULTURE

Ke11y 2-facher Weltmeister 2011

San Francisco, Kalifornien, USA, 06.11.2011 - Nicht dass er den Sieg und die Feier nicht auch doppelt verdient hätte, der Gottvater des Surfens – Ursache größerer Verwirrung, Tohuwabohu und Aufregung dieser Woche während des Rip Curl Pro Search in San Francisco war jedoch ein Verrechner der ASP , der dazu führte,  dass Kelly Slater erst am 2. und dann am 6. November gleich nochmals zum World Champion 2011 gekürt wurde.

Doch zurück zur Chronologie:  2. November 2011: Kelly Slater (USA) gewann in San Francisco sein Heat in Runde 3 und wurde von allen Seiten bereits ausgiebig als neuer World Champion gefeiert; so wurden schon jede Menge Werbeanzeigen montiert und T-Shirts, Mützen und andere Fandevotionalien, alle mit der Aufschrift Ke11y wurden unter das Volk gebracht, als am 04. November ein sichtlich zerknirschter Renato Hickel ( World Tour Manager der ASP ) vor die Kameras und Mikrophone trat und zurückruderte: „Wir sind verantwortlich und tragen dafür Rechnung. Wir entschuldigen uns bei unseren Fans, den Surfern sowie Owen und Kelly”. Was war geschehen? Die ASP hatte sich verrechnet, zwar nur um wenige Punkte, aber schlussendlich fehlte Slater noch ein gewonnener Heat zum tatsächlichen 11. Titelgewinn.

Auch wenn es zugegebenermaßen sehr unwahrscheinlich war, dass Owen Wright beide Events für sich gewinnen hätte können und Slater zugleich keinen einzigen Heat mehr hätte für sich entschieden können, so bestand diese klitzekleine theoretische Chance für den jungen Australier jedoch noch. Und so lange war Kelly Slater dann eben noch kein Weltmeister. Kurios war die Situation jedoch trotzdem, hatte Slater beispielsweise auch seiner Mutter schon die freudige Nachricht per SMS überbracht.

Also hieß es am 4. November erst mal: weiter geht´s! Und auch wenn die Chancen für Kelly Slater extrem gut standen und er nur wenige Pünktchen vom 11. Ruhm entfernt war: es fehlte ihm eben noch dieser eine Heat beim Rip Curl Pro oder bei den darauf folgenden Pipeline Masters. Und schenken wollten die ihm die beiden aufstrebenden 17 und 19 Jahre alten Talente Gabriel Medina und Miguel Pupo mit ihrem radikalen New-School-Style ganz sicherlich nicht. Diese beiden hatten nämlich nichts zu verlieren und bereits in Frankreich wenige Wochen zuvor war es dem Brasilianer Medina schon einmal gelungen, Slater aus dem Contest zu kegeln und auch das Finale für sich zu entscheiden. Rotzfrech und respektlos war es eben auch wieder dieser Medina, der in den suboptimalen Bedingungen San Franciscos (Wasser extrem kalt, Wind onshore, Wellen nach kurzer Zeit close out) als erster punktete und Slater noch einmal gehörig unter Druck setzte. Erst kurz vor dem Ertönen des Horns schlitzte der Altmeister in Slatermanier eine Reihe aller nur erdenklicher Turns in eine eher mittelmäßige Welle und holte sich mit einem abschließenden Floater eine 17.7 Punktewertung, was den Heat und die Weltmeisterschaft für ihn entschied. Im Viertelfinale sah es dann aber wieder umgekehrt aus. Dort trafen Slater erneut auf Medina. Diesmal gewann der junge Brasilianer und gewann anschließend auch das Finale der Rip Curl Pro Search. Dennoch war es der Tag des Kelly Slaters.

Bei der Siegerehrung folgte eine kurze Dankesrede des Meisters, die - ohne übertriebenen Pathos - insbesondere den Fans und den Locals galt. Anschließend widmete er sich freundlich der Presse und gab auch den Rahmen seiner Feierlichkeiten bekannt. Er wolle heute Abend Bowlen gehen und Biertrinken. Es sei ihm gegönnt - einem entspannt wirkenden unprätentiösen Ke11ly. Auf die Frage, ob er nun zurücktrete, sagte er, er habe das Gefühl noch nie so gut gesurft zu sein wie mit fast 40 Jahren und könne sich gut vorstellen mit 50 auch noch Leistung bringen zu können. Denn 40 sei ja schließlich nur eine Zahl. Und wer ihn auf der aktuellen Tour hat surfen sehen, glaubt ihm dies auch aufs Wort.

Congratulations Kelly Slater - Du hast es immer noch und mehr denn je verdient! Und danke für viele magische Slater-Momente und einen positiven Blick aufs Älterwerden. Du wirst nicht älter – nur besser!

Kelly Slater gewann seine bisherigen 11 ASP Weltmeistertitel in den Jahren: 1992, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 2005, 2006, 2008 und 2010. Seine Karriereerfolge beinhalten zudem 48 Siege auf der World Tour  und 2 Goldmedaillen bei den ESPN X Games.

Der nächste und finale Tour-Stop ist traditionell die Pipeline Masters in Oahu (Hawaii) vom 8. bis 20. Dezember 2011.

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