Surfen in Lissabon ist ein entspannter Mix aus Urlaub, Kultur und Lifestyle. Im Zentrum Portugals erwartet euch eine pulsierende Metropole, umgeben von hervorragenden Surfstränden, um das Wellenreiten zu lernen und neue Surfspots zu entdecken.

Lissabon beeindruckt sowohl kulturell, architektonisch, als auch mit Wellen. Die Stadt lockt Surfer und Städteliebhaber aus der ganzen Welt mit multikulturellem Flair und konstanten Bedingungen zum Wellenreiten.

Lissabon ist einzigartig und die Bewohner hören die Bezeichnung „das San Francisco Europas“ eigentlich weniger gerne. Aber ein Vergleich liegt aufgrund der vielen Parallelen nahe. Nicht nur die beeindruckende Hängebrücke „Ponte 25 de Abril“ stammt vom selben Architekten, auch seine hügeligen Stadtteile mit ruckelnden Cable Cars, entspannte City Vibes und die Surfspots direkt vor der Haustür erinnern an die kalifornische „City by the Bay“.

Schon seit einigen Jahren zählt Lissabon zu den beliebtesten Reisezielen Europas und Surfen in Lissabon sollte bei allen auf der Travel Bucket List stehen, die in ihrem Urlaub Wellenreiten mit einem spannenden Städtetrip kombinieren wollen.

SURFEN IN PORTUGAL

Portugal ist eines der beliebtesten Länder Europas, um Wellenreiten zu lernen oder einen spannenden Surf-Roadtrip entlang der knapp 1.000km langen Festlandküste zu erleben. Zwischen Steilklippen, geschützten Naturreservaten, portugiesischer Gastfreundschaft und Weltkulturerbe finden sich surfbare Wellen an nahezu jedem Strand.

Portugal, ein Land mit Wellen ohne Ende

Die traumhaften Surfreviere der Algarve sind bereits vielen bekannt. Auch die Hochburgen und sogenannten Surfhauptstädte des Landes, Peniche und Ericeira sowie der beeindruckende Norden des Landes mit seiner angesagten Metropole Porto, locken Surffans aus der ganzen Welt. Vom Norden bis zum Süden bietet Portugal alles, was das Surferherz begehrt: Von Weltklasse-Point- und Reef-Breaks bis hin zu breiten und sanften Beachbreaks, die sich hervorragend für Anfänger und Longboarder eignen.

Zwischen Wellen und City-Vibes

Doch erstklassige Wellen allein machen euren Surftrip nach Portugal noch lange nicht aus. Hier geht es auch darum, neben dem Surfen noch mehr vom Land und seiner einzigartigen Kultur erleben zu können. In Lissabon, der größten und Hauptstadt Portugals, geht das besonders gut. Surfen in Lissabon heißt eine vibrierende Metropole und gleichzeitig einige der berühmtesten Surfspots Portugals zu entdecken, an denen ihr das Wellenreiten lernen oder eure Surfskills erweitern könnt.

Carcavelos

SPOTGUIDE LISSABON

Vom Rande des Sintra Naturreservats über Cascais bis nach Lissabon und weiter bis ans südlichste Ende der Costa da Caparica – euch erwarten mehr als 40km Sandstrand mit guten Bedingungen zum Wellenreiten. Ein Surfspot reiht sich an den anderen und in weniger als einer halben Stunde Autofahrt gen Süden oder Westen Lissabons, findet jeder Surfer eine Welle für sein Level.

Die besten Surfspots nördlich vom Tejo

Praia Grande ist einer der beständigsten und bekanntesten Surfspots in der Gegend von Lissabon. Dies ist ein sehr vielseitiger Beachbreak mit mehreren Peaks, die zu unterschiedlichen Gezeiten gut laufen. Da der Strand sehr offen ausgerichtet ist, nimmt er zwar viel Swell auf, ist aber auch ebenso windanfällig. Es handelt sich um einen kräftigen Break, der von weniger fortgeschrittenen Surfern nur zugänglich ist, wenn die Wellen kleiner sind. Wenn es größer ist und gut läuft, surfen erfahrene Surfer hier ein paar sehr gute Tubes. Sollte es an solchen Tagen doch mal zu voll werden, könnt ihr in die kleine Bucht, Praia Pequena, nördlich von Praia Grande ausweichen und dort ebenso viel Surfspaß erleben.

Der Surfspot Guincho befindet sich westlich von Lissabon. Nach ca. einer halben Stunde Autofahrt vom Stadtzentrum aus, entlang der Küstenstraße, erreicht ihr einen der bekanntesten Surf-Strände Portugals, der mit seiner Naturkulisse beeindruckt. Guincho ist einer der ersten großen Breaks, die nach Westen zum offenen Atlantik ausgerichtet sind. Das bedeutet, dass er deutlich mehr Swell abbekommt als seine Kameraden, an der Costa do Estoril, gen Lissabon. Das allerdings heißt auch, dass er allen Herbst- und Winter-Onshores ausgesetzt ist, die den ganzen Ort im Handumdrehen wegblasen können. Im Sommer ist Guincho ein perfekter Ort für Surfer aller Levels mit vielen schönen und auch entspannten Wellen. In den Sommermonaten frischt der Wind gen Nachmittag allerdings oftmals stark auf und zerstört damit die Wellen zum Surfen. Dann kommt die Zeit für die Windsurfer und Kiter.

São Pedro do Estoril ist ein qualitativ hochwertiger Beachbreak, der direkt von der Landzunge am Ende eines schönen Sandstrandes bricht. Er ist ein beliebter Surfspot, aber bei weitem nicht so überlaufen wie Carcavelos. Am besten funktioniert er bei starkem Westswell mit einer großen Periode. Hier muss dann aber ordentlich gepaddelt werden, denn um den Peak der Rechte am hinteren Teil des Strandes zu erreichen, ist es ein gutes Stück. Doch die Arbeit lohnt sich, wenn ihr es schafft, in die lange Rechte an der richtigen Stelle hinein zu paddeln und sie bis zum Ufer abreitet. Aber dieser Strand bietet auch noch andres Peaks. Besonders in der Inside gibt es ein paar einfachere Wellen in Ufernähe. São Pedro do Estoril ist für Wellenreiter aller Könnerstufen geeignet.

Praia da Poça ist der berühmteste Break in der Gegend von São João do Estoril. Er ist sowohl ein Reef- als auch ein Beachbreak. Bei höheren Gezeiten bricht die Welle über einen felsigen Vorsprung und bietet sowohl Links- als auch Rechtswellen mit einigen steilen Sections. Die rechte Welle ist normalerweise schneller und deutlich länger als die Linke. Zur Low-Tide verlagert sich die Brandung auf den sandigeren Teil des Strandes und bietet sowohl links als auch rechtslaufende Points. Stellt euch darauf ein, dass ihr das Line-Up mit einigen der besten Surfer Portugals teilt, denn auch die Pro-Surfer lieben das Potential und die Vielfalt dieses Spots.

Carcavelos ist in absoluter Hot-Spot in der portugiesischen Surfscene und seine Breaks zählen zu den besten des Landes. Am östlichen Ende der langen weiß sandigen Bucht läuft eine Linke, die besonders bei Hochwasser sehr steil wird und mit voller Wucht nahe dem Ufer bricht. Hier wird ordentlich gebarrelt und die besten Surfer der Umgebung nutzten diesen Surfspot, um an ihrem Tuberiding zu feilen. Ein paar Meter weiter oben, läuft bei gleicher Swellrichtung und Stärke eine hohle und radikale Rechte, die für Wellenreiter höheren Niveaus einen Riesenspaß bereitet. Wer an diesen Points rauspaddelt sollte sehr erfahren sein, denn diese beiden herausragenden Wellen, die in der Regel von der lokalen Crew bevölkert werden, verzeihen nur wenige Fehler. Ab der Mitte der langen Bucht eignen sich die Wellen dann auch für Surfeinsteiger und bei nicht ganz so starkem Swell können auch Intermediates hier ihre ersten grünen Wellen surfen.

Praia da Torre ist ein kleiner Strand, gleich um die Ecke (auf der anderen Seite der Festung) vom Praia da Carcavelos. Dieser Surfspot ist geschützter und braucht daher eine große Dünung, um zu laufen. Wenn Carcavelos an seinem Limit ist, besteht eine gute Chance, dass ihr am Beachbreak vom Praia da Torre anständige Bedingungen zum Wellenreiten findet. Auch wenn es vielleicht nicht die beste Welle der Region ist, kann hier vom Felsen eine schöne Rechte laufen. Je nach Swellrichtung können hier auch andere Peaks in der Mitte des Strandes entstehen.

Die besten Surfspots südlich vom Tejo

Die Costa da Caparica beheimatet die bekanntesten Surfstrände südlich von Lissabon. Hier muss man zwar immer mit vielen anderen Surfern im Wasser rechnen, doch unangenehm voll, wie man es zur Hochsaison aus den weiter nördlich gelegenen Surfmetropolen kennt, wird es dank der zahlreichen Peaks selten. In der Nähe des Stadtzentrums von Caparica schützen Buhnen vor dem Wind und sorgen für zuverlässige Sandbänke mit definierten Peaks und sauberen Wellen, die auch regelmäßiger Austragungsort für Surfwettbewerbe sind. Ist es euch hier doch mal zu voll oder aber der Swell zu groß, fahrt ihr einfach ein paar Minuten weiter an der Küste entlang gen Süden. Hier werden die Wellen nicht nur kleiner und entspannter, auch die Line-Ups werden deutlich leerer und die Umgebung immer grüner.

Der weiße Sandstrand von Praia São João da Caparica und bietet mit einer Länge von 1,5 km perfekte Bedingungen für alle Wassersportler und besonders wir Surfer finden unter den zahlreichen Peaks immer eine gut laufende Welle – besonders bei Mid Tide. Im Norden wird der Strand von einer langen Buhne begrenzt, die etwa 225 Meter in das Meer hineinreicht. Im Süden gibt es eine weitere, die etwa 150 Meter lang ist und ein beliebter Treff der lokalen Anglern ist. Das angrenzende Waldstück bringt nicht nur einen schönen Kontrast zum weißen Sand, sondern auch immer eine frische Brise Natur ins Line-Up. Der Beachbreak bietet genügend Platz für Surfschulen aber auch ein gutes Sortiment schneller Wellen für radikaleres Wellenreiten geübter Surfer. Nach dem Surfspaß könnt ihr euch in einer der Bars, die den langen Strand unterteilen, bei einem kalten Superbock-Bier erfrischen.

Dieser Strandabschnitt ist zwar sehr klein, sodass er bei High Tide regelrecht untergeht, er bietet aber sehr gute Sandbänke zum Wellenreiten und lockt daher im Vergleich auch deutlich mehr Surfer ins Line-Up. Hier könnt ihr zu allen Gezeiten surfen, bei High Tide aber mit deutlich weniger Sand unter den Füßen. Wir empfehlen euch diese Spots bei auflaufendem Wasser.

Der Praia „CDS“ ist einer der beliebtesten Strände an der Costa da Caparica. Seinen Spitznamen erhielt er in den 70er Jahren, nachdem auf einem Felsen auf der Nordseite des Piers das Symbol “ CDS “ gemalt wurde. Schnell wurde der Name weit verbreitet und wird bis heute verwendet, wenn von diesem Surfbreak die Rede ist. Unter den Locals zählt dieser Spot zu den besten Wellen an der Costa da Caparica aber auch Surfanfänger freuen sich hier über lange Rides im Weißwasser.

Tarquínio-Paraíso ist ein breiter weißer Sandstreifen, wo es fast immer gute Wellen zum Surfen gibt. Die Sandbank hält so einiges aus, so dass hier selbst bei mächtig Swell noch surfbare Wellen laufen. Doch Achtung, die Inside hat es in sich! Wer eine schöne Linke von hinten bis zum Strand absurfen will, sollte sich darauf gefasst machen, nach dem letzten Turn ordentlich vernascht zu werden. Für Surfanfänger eignet sich besonders der nördliche Teil des Strandes, der nahe der Buhnen vom Wind geschützt liegt und viel Weißwasser mit ordentlich Schub bietet, um sich im Wellenreiten zu üben.

Ab hier werden die Wellen bereits deutlich kleiner. Der weite Sandstrand Praia Riviera ist ein idealer Ort, das Wellenreiten in Lissabon zu lernen oder einfach nur zu chillen, denn hier lässt es sich auch sehr gut ohne Wellen aushalten. Der weiße Sandstrand ist von Dünen und grünen Wäldern gezäumt und durch seine Distanz zum Zentrum Caparicas deutlich menschenleerer – ein perfekter Ort zum Sonnenbaden und Entspannen nach einem langen Surftag.

Fonta da Telha ist die Lösung, wenn es an allen anderen Stellen zu groß ist. Doch dieser wunderschöne Surfstrand ist nicht nur der Plan B für große Swells. Bereits auf der Hinfahrt wird klar, dass das Südende der Costa da Caparica und südliche Endstation der Transpraia Straßenbahn das landschaftliche Highlight der vielen Beachbreaks ist. Die kleine touristische Enklave Fonte da Telha liegt eingebettet in die geschützte Landschaft der Arriba Fóssil. Umsäumt von tiefgrünen Wäldern aus Pinien und Eukalyptus, Klippen und Häusern des kleinen Fischerdorfes, lockt dieser Surfspot nicht nur wenn es an allen anderen Stränden „unsurfbar“ wird. Dieser Strand überzeugt mit einem schönen Ambiente, sehr netten Beachbars und guten Sandbänken, die sich für Anfänger, Intermediate-Surfer sowie für erfahrene Wellenreiter eignen.

REISEINFOS

So vielseitig wie seine Wellen, ist die gesamte Metropolregion Lissabon. Mit einer Fläche von rund 3.000 km² ist es das größte urbane Gebiet des Landes und das zehntgrößte in der Europäischen Union. Seine besondere Lage im äußersten Südwesten Europas und seine kilometerlange Atlantikküste mit unterschiedlich stark geschützten Stränden, machen es besonders für Surfer so interessant. Lissabon lässt als Hauptstadt keine Wünsche offen. Die ebenfalls größte Stadt des Landes ist eine aufregende Kombination aus urbanen Erlebnissen mit jeder Menge Kultur, Geschichte, Gastronomie und Nightlife, und Strandurlaub mit zahlreichen Surfspots und Möglichkeiten, um das Wellenreiten zu lernen.

Blick von der LX Factory auf die Ponte 25 de Abril. Foto: Svetlana Gumerova

Blick von der LX Factory auf die Ponte 25 de Abril

Wetter und Wellen

Für die Planung eures Surfurlaubes spielt die Wahl der Reisezeit eine große Rolle und für viele Orte ist sie ausschlaggebend für die Bedingungen zum Wellenreiten. Das Schöne am Surfen in Lissabon ist, dass in dieser Gegend jede Jahreszeit ihre eigenen Qualitäten und Vorteile hat. Das mediterrane Klima in der portugiesischen Hauptstadt sorgt für kurze und milde Winter und sehr sonnige und warme Sommern, sprich zu jeder Jahreszeit werdet ihr auf eure Kosten kommen.

Die beliebteste Zeit des Jahres

Mai bis September ist die meist besuchte und auch aufregendste Zeit in und außerhalb Lissabons. Neben zahlreichen Festivals, Livemusik in den Straßen des Bairro Altos sowie Strandparties und anderen Events, erwarten euch warme und lange Sommertage an der Atlantikküste. Zu dieser Zeit finden Beginner und Intermediate Surfer besonders gute Wellen, um in einem Surfkurs das Wellenreiten zu lernen oder die eigenen Surfskills zu erweitern. Im August, der meist heißeste Monat des Jahres, ist mit 24 bis 33 °C zu rechnen, doch dank der frischen Brise des Ozeans sind die Abende und Nächte auch im Hochsommer meist sehr angenehm. Mit einer Unterkunft direkt am Atlantischen Meer, wie zum Beispiel an der Costa Caparica, erwarten euch aber auch im Hochsommer frische Abende, kalkuliert also daher auch immer einen dicken Hoodie oder eine Jacke in eurem Gepäck mit ein.

Die besten Wellen des Jahres

Während euch der Herbst bis in den Dezember mit vielen warmen Sonnentagen überrascht, zeigen sich die Wellen in Hochform und locken Surfer aus der ganzen Welt nach Lissabon. Der Atlantik schickt die ersten kräftigeren Winter-Swells und gute Windverhältnisse sorgen für „Glossy days“. Auch die Big-Wave-Saison in Nazaré, ca. eine Stunde von Lissabon entfernt, wird eröffnet und wenn ihr Glück habt, könnt ihr sogar schon zu dieser Zeit die mutigsten Surfer der Welt auf den Riesenwellen des legendären Big Wave Spot surfen sehen.

Surfen während andere im Winterurlaub sind

Der Winter ist vergleichsweise mild. In den kältesten Monaten, Januar und Februar, schwanken die Temperaturen zwischen 10 und 19° Celsius. Zu dieser Zeit müsst ihr an der Atlantikküste mit sehr wechselhaftem Wetter rechnen. Doch wechselhaft bedeutet, dass ihr euch neben ein paar kalten, regenstarken oder windigen Tagen gleichermaßen auf viele Sonnenstunden freuen könnt und sogar manchmal angenehmes T-Shirt Wetter genießen werdet. Ab April beginnen die Temperaturen zu steigen. In dieser Jahreszeit, und außerhalb der Schulferien an Ostern, ist es noch relativ leer in der beliebten portugiesischen Metropole. Dies betrifft nicht nur die Strände, sondern auch touristischen Highlights und Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt.

Surfer in Carcavelos. Foto: Tiago Fernandez

Surfer an einem frühen Wintermorgen in Carcavelos

Die richtige Kleidung

Wie viele unter euch bereits wissen, sind die Wassertemperaturen im Atlantik recht frisch, oder besser gesagt kalt. Das gesamte Jahr über empfehlen wir euch beim Surfen einen Neoprenanzug zu tragen — für die Wintermonate einen 4/3er und im Sommer reicht ein 3/2 mm Wetsuit. An heißen Sommertagen könnt ihr aber ohne Weiteres zum Baden und Erfrischen im Bikini oder in Boardshorts ins Wasser gehen und selbst einige Surfer lassen ab und an den Neoprenanzug im Sommer trocknen und surfen nur in Boardshorts oder Shorties.

Unterkünfte

Die Möglichkeiten an Unterkünften in und um Lissabon sind beinahe unerschöpflich. Von klassischen bis First-Class-Hotels, von Herbergen und modernen Hostels bis hin zu AirBnB Luxus-Lofts – je nach Budget und Vorliebe, findet wirklich jeder eine passende Unterkunft in Lissabon.

Wer lieber etwas weiter weg vom City-Trubel wohnen möchte und die unmittelbare Nähe zum Surfstrand bevorzugt, findet an Orten wie Guincho oder an der langen Costa da Caparica viele nette Möglichkeiten, um das Surfen in Lissabon in entspannter Atmosphäre zu erleben.

Surfcamp an der Costa da Caparica

Wenn ihr einen entspannten Surfurlaub mit urbanem Lifestyle kombinieren möchtet und dieses „Surf & City Erlebnis“ mit Gleichgesinnten teilen wollt, dann seid ihr im WAVE CULTURE Surfcamp an der Costa da Caparica bestens aufgehoben. Ihr wohnt in unmittelbarer Nähe zu einem der beliebtesten Surfstrände der Region und könnt binnen 20 Minuten Autofahrt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, jede Menge Nightlife und vieles Mehr der pulsierenden Metropole Lissabon erleben. Neben seiner Kultur und Geschichte, checkt ihr fußläufig die besten Wellen der Costa da Caparica, chillt an seinen weißen Sandstränden und genießt die Sonnenuntergänge in einer der vielen und angesagten Beachbars. Das modern eingerichtete Surfhaus empfängt euch mit reichlich Beachflair, Einzelzimmern, Suiten für Familien oder Dorms für Freunde oder Alleinreisende. Die großen und schönen Gemeinschaftsbereiche ermöglichen euch bei gemeinsamen Aktivitäten nach dem Surfen, beim Yoga, dem gemeinsamen Frühstück und bei amüsanten BBQ Abenden, auf neue Leute zu treffen und neue Erfahrungen in einer neuen Kultur und spannenden Sportart gemeinsam mit anderen Surfern zu sammeln.

Anreise

Nach Lissabon führen viele Wege und alle sind einfach zu begehen. Der Flughafen liegt nur wenige Minuten von der Stadtmitte entfernt; Die wichtigsten internationalen Fluggesellschaften landen hier — und das nach nur 2-3 Stunden Flug von den bedeutsamsten Hauptstädten Europas. Lissabons Bahnhöfe haben internationale Verkehrsverbindungen für Fernbusse und Züge und verschiedene Häfen empfangen Kreuzfahrtschiffe. Euch stehen viele Alternativen zur Verfügung, um in die Hauptstadt Portugals zu gelangen. Wenn ihr euch auf einem spannenden Roadtrip mit eigenem Fahrzeug befindet, habt ihr ausgezeichnete Verbindungen zur Stadt von mehreren Übergängen entlang der Grenze zu Spanien, vom Norden bis zum Süden.

Mobilität

Um das Surfpotential Lissabons voll auszureizen und euren Citytrip mit vielen guten surfbaren Wellen oder einem Surfkurs in Lissabon zu kombinieren, raten wir euch zu einem eigenen Fahrzeug bzw. Mietwagen, mit dem ihr flexibel jedem Swell hinterherfahren könnt.

Vom Zentrum der Stadt aus könnt ihr in weniger als einer halben Stunde Autofahrt gen Norden oder Süden viele der besten Surfspots und Surfstrände Lissabons erreichen. Und je weiter ihr an der Küste entlangfahrt, desto mehr Buchten mit guten Surfbreaks werden euch eröffnet.

Innerhalb der Stadt kommt ihr aber auch sehr gut ohne Auto voran. Metro, Straßenbahn, Busse, Uber oder Taxi stehen euch rund um die Uhr und vergleichsweise kostengünstig zur Verfügung. Die berühmteste Straßenbahn in Lissabon ist die Tram mit der Nummer 28. Sie führt durch mehrere historische Viertel: Bairro Alto, Chiado, Baixa, Alfama und Graça, vorbei an der Sé Kathedrale und dem Castelo de São Jorge. Diese Tram eignet sich perfekt, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Alte Straßenbahn in Lissabon von innen. Foto: Jeremy Bishop

Alte Straßenbahn in Lissabon von innen

Sehenswürdigkeiten

Lissabon ist eine Stadt, in die sich die meisten Menschen bereits bei der Ankunft verlieben. Während die Altstadt durch ihre Fliesenfassaden und maurischen engen Gassen besticht, bieten euch hippe „Bairros“ (Stadtviertel) die neuesten Trends, jede Menge Kunst und Musik und einige der besten Restaurants des Landes. Wunderschöne Gebäude, Sakralbauten und UNESCO Weltkulturerbestätte, eine Vielzahl interessanter Museen, Theater und ein pulsierendes Nachtleben, machen diese Stadt zu einer der beliebtesten Reiseziele Europas. Bei so viel Angebot ist es nicht verwunderlich, dass ihr nicht nur einmal nach dem Surfen entscheidet, in die City zu fahren und die schönsten Ecken Lissabons zu erkunden.

Marvila

Dieses trendige, alte Industrieviertel im Osten der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Hier könnt ihr in den Hallen des Lissaboner Bier-Departments (LBD) der Brauereien Musa, Lince, Dois Corvos und Bolina in absolut coolem, industriellem Ambiente besonders gut frisches Bier verkosten. Es gibt Pop-up-Stores und Galerien unabhängiger, lokaler Künstler, wo ihr neue Designs und kreative Ideen entdecken könnt. Die verlassenen Lagerhallen und viele Gebäudefassaden dienen jungen und neuen Künstlern als Leinwand und beeindrucken mit bunter Streetart. Verpasst auf keinen Fall die berühmte Underdogs Gallery, wenn ihr dort seid!

Cacilhas

Einen der schönsten Blicke auf Lissabon habt ihr von der anderen Seite des Flusses in Cacilhas. Um dorthin zu gelangen, nehmt ihr die Fähre vom Cais do Sodré und genießt eine entspannte 10-minütigen Fahrt über den Tejo mit einem besonderen Blick auf das belebte Flussufer. Einmal überquert, solltet ihr bis zum Ponto Final spazieren. Das direkt am Ufer gelegene Ponto Final lädt mit köstlichen Speisen und Getränken zum Sunset-Dinner ein, mit einem wunderschönen Ausblick auf die Brücke Ponte 25 de Abril und die beeindruckende Hauptstadt.

Praça do Comércio

Der zentralste Platz der Stadt – und eigentlich des Landes – ist der Praça do Comércio. Er liegt in der Innenstadt, der Baixa, direkt am Tejo. Ihr könnt ihn kaum verpassen. Früher kamen hier Könige und Staatsoberhäupter an. Wegen der vielen Ministerien verfiel er mit dem Aufkommen des Luftverkehrs dann aber in eine Art Dornröschenschlaf. Heute findet ihr dort viele Restaurants, Cafés, Konzerte und gelegentlich Foodfestivals. Keine Angst vor den Personen, die euch beim Überqueren mit zischender Stimme “Asch” anbieten. Sie haben weder Drogen in der Tasche noch sind sie gefährlich. Lasst Euch für einen Café nieder und genießt das Licht und die Farben.

Alfama und Bairro Alto

Die Innenstadt Baixa ist eingerahmt von zwei Hügeln und den beiden oberen Stadtteilen Alfama und Bairro Alto. Dort könnt ihr im Sommer zu Livemusik tanzen, durch die Gassen schlendern, in kleinen Bars und Restaurants draussen essen und trinken und in bunten Läden Fliesen oder traditionelle Handarbeit erstehen. Ganz oben in der Alfama könnt ihr die Burgruine des Castelo São Jorge mit sensationeller Aussicht besichtigen.

Almada

Neben seiner modernen Promenade ist Almada besonders berühmt für eine der höchsten Christusstatuen der Welt. Die 28 Meter hohe Statue des Cristo Rei hoch über dem Tejo gelegen, wurde dem Cristo Redentor (Christusstatue in Rio de Janeiro), nachempfunden und 1959 fertiggestellt. Sie war ein Versprechen der portugiesischen Bischöfe an die Bevölkerung für den Fall, dass Portugal vom zweiten Weltkrieg verschont bleibt. Vom Hafen in Cacilhas fahren die Fähre direkt ins Zentrum von Lissabon.

Boca do Vento

Wer einen wundervollen Blick von Almada auf Lissabon am anderen Flussufer des Tejo werfen möchte, sollte den Elevador Panorâmico Boca do Vento besuchen. Der Aufzug, der den Hafen mit der höher gelegenen Stadt oben auf der Klippe verbindet, wurde im Jahre 2000 nach einjähriger Bauzeit eröffnet. Die Fahrt mit dem Fahrstuhl ist völlig kostenlos und wird von einem Angestellten begleitet. Oben angekommen habt ihr eine einzigartige Aussicht über Lissabon, den Hafen und die Brücke.

Sintra

Die auf einem Hügel der Serra de Sintra gelegene Stadt Sintra ist eine berühmte und weltbekannte UNESCO-Welterbestätte. Hier fühlt ihr euch wie in einer Folge aus Game of Thrones, während ihr die ehemaligen Anwesen der portugiesischen Könige, Adligen, Dichter, Maler und Künstler durchschreitet.

Belém

Belém liegt etwas westlich der Innenstadt und ist bekannt für seine beeindruckenden Bauten wie das Kloster São Jerónimo oder den Torre de Belém – Weltkulturerbe und das Wahrzeichen von Lissabon. Man kann ganz einfach mit einem per App gemieteten Scooter oder E-Bike am Fluss entlang dorthin gelangen. Ihr dürft natürlich nicht die Konditorei Pasteis de Belém verpassen, wo ihr die weltberühmten Puddingtörtchen “Pastel de Nata” probieren könnt. Das Rezept ist gut gehütet und die Warteschlange lang.

Essen und Trinken

In Lissabon habt ihr die breite Auswahl an nationalen und internationalen Gerichten, zwischen lokalen Restaurants und Snackbars, Michelin-Restaurants, Pop-Up-Restaurants und den neusten Ideen der modernen Gastronomie. Hier nicht fündig zu werden ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Das passende Essen für jede Gelegenheit

Wer sich schwer entscheiden kann und den Trubel liebt, für den ist der Time Out Market ein absolutes Muss. Er hat sich mittlerweile zu einer der Top-Attraktionen der Stadt entwickelt.

Der Time Out Market bietet viele kleine Restaurants und Bars für besondere kulinarische Erlebnisse.

In der riesigen Food-Hall im alten Marktgebäude “Mercado da Ribeira” hat jedes wichtige Restaurant der Stadt seine Pop-Up Küche. Der Markt hat Stil. Neben Seafood, Burgern und Desserts gibt es natürlich auch Bacalhau. Der gesalzene Kabeljau ist Nationalgericht und in über 1.000 verschiedenen Rezepten zu haben. Als Eintopf, zusammen mit anderen frischen Fischsorten, mit Kartoffeln, Tomaten und Kräutern, aus dem Ofen oder vom Grill – ihr solltet ihn auf keinen Fall verpassen. Auch die Caldo Verde, die berühmte portugiesische Gemüsesuppe, geht eigentlich immer als Vorspeise oder als kleines Warm-Up nach einer Surfsession.

Und wenn man mal einen Snack braucht, und nicht unbedingt zu den Veganern zählt, dann gibt es nach dem Surfen in Lissabon nichts besseres als ein „pão com chouriço“, ein frisch gebackenes Sauerteigbrot mit Chorizo-Füllung.

Portugiesische Weine

Portugals Weine sind nicht ohne Grund international bekannt – sie sind verdammt lecker und vor allem vielseitig. Ob in einem Weinkeller oder in einer der kleinen Bars im Bairro Alto, ein typisch kleines Gläschen vom Hauswein geht immer zwischendurch und passt zum „Frango Piri Piri“ genauso gut wie zu „Pastéis de Bacalhau“.
In den lauwarmen Sommernächten besonders beliebt, ist der aus dem Nordwesten des Landes stammende grüne Wein, Vinho Verde. Er ist leicht und spritzig und lässt sich zu fast allem genießen.

Neben diesem spritzigen Sommerwein spielt aber auch Portwein noch immer eine Rolle in der portugiesischen Weinkultur. Fruchtig und gekühlt wird er meist nach dem Essen serviert. Doch wer am nächsten Tag surfen will, muss aufpassen, denn die kleinen Gläser haben es ordentlich in sich und der süße Wein meist sehr viel mehr Umdrehungen als herkömmliche Weine.

Autoren: Stefan Strauss & Tine Dlugosch