Nach der dreitägigen Primäre des Surfens bei den Olymoschen Spielen in Japan haben die amtierenden World Surf League (WSL)-Champions Carissa Moore und Italo Ferreira zum ersten Mal in der Geschichte des Surfens Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen.

Tsurigasaki Beach Chibas, Japan, 28. Juli 2021 – Unter 40 qualifizierten olympischen Surfern verteidigte die vierfache WSL-Championesse Carissa Moore die USA gegen die Südafrikanerin Bianca Buitendag, während der brasilianische WSL-Champion 2019, Italo Ferreira, im finalen Heat auch von dem Japaner Kanoa Igarashi nicht gestoppt werden konnte. Sowohl Buitendag als auch Igarashi verdienten sich die Silbermedaille für ihre jeweiligen großartigen Leistungen.

Das Podium vervollständigten die Japanerin Amuro Tsuzuki und der Australier Owen Wright, die beide während des gesamten Surf Wettbewerbs eine starke Konkurrenz in den Disziplinen Shortboard Women´s und Men´s Shortboard darstellten und verdienter Weise mit Bronze in den Händen ihre Nationen repräsentieren.

„Den Sport mit so vielen Menschen zu teilen, die vielleicht noch nie gesurft haben und für die dieser Sport etwas ganz neues ist, war etwas ganz Besonderes“, sagte Moore. Für die Ausnahmesportlerin war es eine Ehre den Surfsport der Frauen für die USA zu vertreten und gerade für sie als Hawaiianerin eine enorme Freude zu sehen, dass Duke Kahanamokus Traum, Surfen bei den Olympischen Spielen zu zeigen, endlich wahr geworden ist. Das Ausmaß dieser Veranstaltung war allerdings weit größer als eine Verleihung olympischer Medaillen – Alle Surfer haben hier Geschichte geschrieben.



Aber auch Deutschland schickten mit dem 24 Jährigen Leon Glatzer einen Surfer ins Rennen. Durch seinen 5. Platz bei den ISA World Surfing Games 2021 holte er sich die Olympia Qualifikation, womit auch der Deutsche Wellenreitverband bei der Olympia Premiere als einer von 17 Verbänden vertreten wurde. Ausgeschieden, doch hochzufrieden, verließ er den Contest bereits in der zweiten Runde. Als deutscher Vertreter lebte er mit Teilnahme an den Sommerspielen in Tokio einen seiner größten Träume. Er belegte bei der Olympia-Premiere seines Sports am Sonntag in Runde Zwei den vierten Platz von fünf Wellenreitern und verpasste damit den dritten Durchgang, für den sich nur die besten drei Surfer seines Heats qualifizierten. Große Zufriedenheit überwog dennoch, denn seine Performance, die ihn nur knapp gegen den Australier Julian Wilson ausscheiden ließ, stellt sein Können und die deutsche Surfwelt in ein sehr vielversprechendes Licht. (Glatzer erhielt für seine besten Wellen in Japan 10,43 Punkte. Der Australier Julian Wilson, der Dritter wurde, kam auf 11,27 Zähler). „Das war eine unglaubliche Erfahrung, eine einmalige Erfahrung“, sagte Glatzer, “Surfen ist erwachsen geworden” und seine Zeit gekommen, auf einem weltweiten Niveau anerkannt zu werden.

Wir sind gespannt, was wir von Deutschland unter vielen weiteren Nationen zukünftig noch erwarten dürfen. Olympia war eine Premiere und ein Highlight dieses Jahres, doch die Surfsaison 2021 ist noch lange nicht zu ende: Nach ihren Erfolgen in Tokio werden die weltbesten Surfer und Surferinnen nun auf der Championship Tour weiter um den Meistertitel kämpfen, als nächstes in Mexiko bei den Corona Open Mexico vom 10. bis 19. August 2021, gefolgt von Tahiti bei den Outerknown Tahiti Pro vom 24. August bis 3. September, um sich für die Rip Curl WSL Finals im September zu qualifizieren

Tokyo 2020 Olympics Ergebnisse

FRAUEN
Gold: Carissa Moore (USA)
Silber: Bianca Buitendag (RSA)
Bronze: Amuro Tsuzuki (JPN)

MÄNNER
Gold: Italo Ferreira (BRA)
Silber: Kanoa Igarashi (JPN)
Bronze: Owen Wright (AUS)